Salzseen schädigen das Klima
publiziert: Mittwoch, 9. Feb 2005 / 08:23 Uhr

Leipzig - Salzseen haben einen grösseren Einfluss auf den Klimawandel als bisher angenommen. Bakterien in Salzseen produzieren Substanzen, die als Treibhausgase wirken und die Ozonschicht zerstören.

Bakterien in Salzseen produzieren halogenierte Kohlenwasserstoffe, die die Atmosphäre schädigen.
Bakterien in Salzseen produzieren halogenierte Kohlenwasserstoffe, die die Atmosphäre schädigen.
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Das haben jetzt Wissenschaftler des Forschungszentrums gemeinsam mit Kollegen aus Österreich, Russland und Südafrika nachgewiesen, wie das Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle (UFZ) am Dienstag mitteilte.

Es handelt sich dabei um so genannte leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW), die sich weltweit über die Atmosphäre ausbreiten und auch die Vegetation schädigen. Letztendlich nimmt durch den Klimawandel die Bodenerosion zu, Salzseen und Trockengebiete breiten sich aus.

Industrielle und natürliche Quellen

Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die schädlichen Kohlenwasserstoffe fast ausschliesslich durch industrielle Prozesse entstehen. Wissenschaftler fanden aber bereits vor einigen Jahren im Eis der Antarktis Spuren, die darauf hindeuteten, dass es neben industriellen auch natürliche Quellen geben muss.

Die verantwortlichen Bakterien gehören zu den ältesten und widerstandsfähigsten Lebewesen überhaupt. Die Bakterien überstehen problemlos Temperaturschwankungen von minus 25 bis plus 35 Grad Celsius.

Salzgehalt für Bakterien überlebensnotwendig

Auch Vakuum oder UV-Strahlung können sie nicht zerstören. Entscheidend für das Überleben der Bakterien ist die Konzentration an Salz und Wasser in ihrer Umgebung.

Wird der Salzgehalt der Lösung stark verdünnt, dann sterben die Mikroorganismen ab. Die Ergebnisse der Untersuchungen fliessen in die praktische Umsetzung der UNO-Konvention zum Kampf gegen die Wüstenausbreitung ein.

(fest/sda)

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