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Sammelstart der Todesstrafe-Initiative
publiziert: Dienstag, 24. Aug 2010 / 09:18 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Aug 2010 / 11:48 Uhr
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Beginn der Unterschriftensammlung für die Initiative der Wiedereinführung der Todesstrafe.
Beginn der Unterschriftensammlung für die Initiative der Wiedereinführung der Todesstrafe.

Bern - Wie letzte Woche angekündigt, will eine Gruppe Bürger in der Schweiz die Todesstrafe wieder einführen. Ein siebenköpfiges Komitee hat dazu am Dienstag eine Volksinitiative gestartet. Die Sammelfrist für die 100'000 nötigen Unterschriften läuft bis am 24. Februar 2012.

7 Meldungen im Zusammenhang
Die Bundeskanzlei hat bei der Vorprüfung der Initiative keine formalen Hindernisse identifiziert, wie aus der am Dienstag im Bundesblatt veröffentlichten Bekanntmachung zur Vorprüfung hervorgeht.

Damit kann das Komitee sofort mit der Unterschriftensammlung starten. Der Inhalt der Initiative wird erst nach dem Zustandekommen geprüft. Den Entscheid über die Gültigkeit des Volksbegehrens trifft das Parlament.

Mit der Initiative fordert das Komitee die Todesstrafe für Personen, die «in Kombination mit einer sexuellen Handlung mit einem Kind, sexueller Nötigung oder Vergewaltigung eine vorsätzliche Tötung oder einen Mord begehen».

Keine politische Gruppierung

Hinter dem Komitee steht keine politische Gruppierung. Die Mitglieder stammen laut deren Angaben aus dem Umfeld eines Opfers. Die Ankündigung der Initiative war letzte Woche auf breite Ablehnung gestossen. Die meisten Politiker kritisierten das Begehren.

Für die Initianten ist die Todesstrafe die «gerechte und logische Strafe» nach einem Mord mit sexuellem Missbrauch. Nur der Tod des Täters ermögliche es den Hinterbliebenen, das Geschehene zu verarbeiten, schreibt das Komitee auf seiner Internetseite.

Würde der Opfer

Auch die Würde des Opfers könne nur so teilweise wieder hergestellt werden, heisst es weiter auf der Seite, die am Dienstag aufgeschaltet wurde. Wenn die Todesstrafe nur ein Opfer verhindern könne, lohne sich die Initiative. Wie Komitee-Sprecher Marcel Graf bereits am Freitag bestätigt hatte, stammen alle Initianten aus dem Umfeld eines Opfers.

Das Argument, dass die Todesstrafe auch Unschuldige treffen könnte, lässt das Komitee nicht gelten: «Solche Verbrechen hinterlassen massive Spuren an den Opfern und am Tatort.» Dank der modernen Kriminaltechnik würden keine Unschuldigen mehr hingerichtet. Weiter wirke die Todesstrafe abschreckend.

(ade/sda)

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Aussenministerin Micheline Calmy-Rey erwarte von Weissrussland, dass die Todesstrafe abgeschafft werde.
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Doch, es ist so einfach
Wie ist denn die Situation jetzt?
Egal, was jemand macht, die Maximalstrafe ist lebenslänglich (=15 Jahre) und allenfalls noch Verwahrung.
Und was heisst das konkret? 3 warme Mahlzeiten pro Tag, Fernseher, keinerlei finanzielle Sorgen, kostenlose medizinische Versorgung und Logis während der "Strafe".
Meine Frau und ich haben haben mal eine Doku über ein schweizerisches Gefängnis geschaut. Sie (meine Frau) ist aus den Philippinen, gemäss ihr würden alle Filipinos freiwillig ins Gefängnis gehen wenn es solche Haftbedingungen auf den Philipinnen geben würde.
Mir ist schon klar, dass diese Initiative keine Chance vor dem Volk hat. Aber manchmal habe ich wirklich das Gefühl das man in diesem Land für seine Verbrechen noch belohnt wird.
Konsequenzen
Was wenn die Initiative zustande kommt?

Dann wird sie hoffentlich ein für allemal vom Tisch gefegt.

Und was wenn sie angenommen wird?

Dann wird die Schweiz sich mucksmäuschenstill in Sachen Menschenrechte pensionieren müssen.
Hochmut kommt vor dem Fall
Ja? Die Annahme der Initiative un der Durchsetzung des entsprechenden Gesetzes unterscheidet sich nun wie weit von der Selbstberechtigung eines Verbrechers, über Leben und Tod seiner Opfer zu bestimmen?
Und reicht dann tatsächlich die "Genugtuung" bei einer Hinrichtung, die Gefühle der Opfer zu besänftigen? Der nächste Schritt wäre also, den Täter noch für seine Taten leiden zu lassen. Keine schönen Aussichten.
Denn wer bestimmt nun, welche schlimme Tat wie bestraft werden soll? Der Politiker, der vor lauter Lobby kein Land mehr sieht? Der Bürger, der über Opfer, Täter und Tat nur soweit informiert ist, wie es die Medien zulassen? Der Richter, der einem Halbgott gleich auf einem Thron sitzt, seiner Menschlichkeit entweder bewusst ist oder nicht?

Nene, so einfach ist das nicht.
macht es sich zu einfach
der liebe Herr Graf (der Urheber dieser stumpfsinningen Initiative) macht es sich aber auch gar einfach, denn wenn es um die Exekution geht, dann darf der Richter nach eigenem Ermessen festlegen wie das geschehen soll.. Pech für den Verbrecher wenn er da einen Hardliner erwischt, der ihn dann zu deutsch gesagt gleich hinter dem Gerichtsgebäude erschiessen lässt..

Und etwas geht dabei klar vergessen: was passiert, wenn ein Verurteilter (was sein gutes Recht ist) das Urteil weiterzieht, wird er dann trotzdem umgebracht?

Fragen über Fragen.. und keine Antworten

Alles in Allem ist die Sache meines Erachtens zuwenig durchdacht und man merkt klar, dass da jemand vom Hass getrieben so eine Schnappsidee zustande bringt an die Otto Normalverbraucher gar nicht zu denken wagt
Schlimme Tat = Schlimme Strafe
Ich finds voll ok.
Wenn jemand etwas ganz Schlimmes gemacht hat soll er auch ganz schlimm bestraft werden. Viel, viel besser als die momentane Kuscheljustiz.
Mal zwei ganz saudumme Fragen:
Was wenn die Initiative zustande kommt?
Und was wenn sie angenommen wird?

Wenn es nur zum Ersten kommt, bleibt es bei einem kleineren Imageschaden auf dem niveau eines österreicher Witzes.

Im zweiten Fall, lebe ich aber plötzlich in einem Land, das die Todesstrafe hat.
Erst mal nur für dieses und später vieleicht auch für jenes Delikt. Vermutlich wird sie auch nie vollstreckt werden, vermutlich .....
Trotzdem, Bürger eines Landes zu sein, in dem die Todesstrafe gilt, wäre für mich nicht zumutbar.
Kein Schaden
Na und? Passt doch in die Vorkommnisse und der Politik der letzten Jahre...

Der Schweizer muss sich halt mal damit abfinden, dass er keiner Herrenrasse angehört...
(scharf ironisch, gell)
Ironie?
"Übrigens ich gehe ja davon aus, dass es keine Christen sind, die eine solche Strafe fordern, da diese gegen das Christum und die Bibel verstösst. "

Hmpf. In den USA sind grade auch viele Christen für die Todesstrafe. Sie argumentieren mit der Tora.
Auch hier kann man leider/zum Glück nicht schubladisieren.
Die SVP wird sich...
...dankend dieser Initiative annehmen.
So wie sie's mit der Abzockerinitiative gemacht hat.

Da bewegt etwas das Volk und es war nicht unsere Idee, so ein Mist, sofort unter den Nagel reissen.... (SVP)

Schade, dass durch ein fehlgeleitetes Opfer, eine solche unsinnige Initiative lanciert wird, die zweifelsohne genug Unterschriften erhalten wird, da hier nur wieder auf emotionaler Stufe argumentiert wird um die Unterschriften zu sammeln.

Ich lanciere nächstens auch eine Initiative: Das Einführen des öffentlichen Auspeitschens von Top-Kader der Finanzbranche, bei Bilanzen mit roten Zahlen.
Die Fehlerquote bei den Todesurteilen liegt bei 10%
Jeder 10. zum Tod verurteilte ist unschuldig. Ich bin eigentlich für die Todesstrafe, es gibt nur einen Passus den ich gerne eingefügt hätte:

Wer einen Unschuldigen zum Tod veruteilt, oder Henker, oder die Untersuchende Instanz, muss auch zwangsläuftig mit der Todesstrafe bestraft werden. Somit wäre das Problem gut gelöst.
Weil das ja auch alles Mörder sind.

Übrigens ich gehe ja davon aus, dass es keine Christen sind, die eine solche Strafe fordern, da diese gegen das Christum und die Bibel verstösst.
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