Nur wenige Kilometer Stau am Gotthard
Sanfter Rückreisestau am Gotthard - kein Brummi-Kollaps
publiziert: Montag, 16. Apr 2001 / 21:57 Uhr

Bern - Der für die Ostertage erwartete Verkehrskollaps am Gotthard ist ausgeblieben. Trotzdem endeten die Osterferien für viele Menschen so, wie sie begonnen hatten: Im Stau. Auf Schweizer Strassen starben mindestens sechs Menschen.

Die Staus auf der Gotthard-Route waren insgesamt nicht grösser als in anderen Jahren. Am Gründonnerstag betrug die Blechschlange auf der A2 Richtung Süden zwischen Amsteg und Wassen zeitweise 6 Kilometer. In der Nacht schrumpfte der Stau auf 3 Kilomter und wuchs am Karfreitag wieder bis auf 10 Kilometer an.

Vor dem Zoll in Chiasso stauten sich die Fahrzeuge derweil auf bis zu einem Kilometer. Am Karsamstag und am Ostersonntag hielt sich der Verkehr bei unfreundlicher Witterung in Grenzen. Weder am Gotthard noch bei der Ausreise nach Italien wurden Staus verzeichnet.
Am Ostermontag wälzte sich die Blechlawine Richtung Norden und erreichte zwischen Quinto und Airolo eine Länge von bis zu 10 Kilometer.
Nicht schneller vorwärts kamen auch die Automobilisten, die sich an die Empfehlung des Departements Leuenberger hielten und auf die San-Bernardino-Route auswichen: Auch auf der A13 kam es zu mehreren Staus. Zwischen Pian S. Giacomo und San Bernardino standen die Fahrzeuge gar auf 10 Kilometer - ebensolang wie am Gotthard.

Nachtschicht für Lastwagenabfertigung

Am Warenzoll in Chiasso-Brogeda hatte man am Samstagmorgen um 5.00 Uhr mit der Zollabfertigung begonnen. Geplant war, dass der Zoll bis 17.00 Uhr offen bleiben sollte. Mangels Lastwagen konnten die Tore jedoch bereits um 14.00 Uhr geschlossen werden.
Zwei vorösterliche Nachtschichten hatten zuvor mitgeholfen, den befürchteten Lastwagenkollaps abzuwenden. In der Nacht auf Karfreitag fertigten die Schweizer Zöllner nach 22.00 Uhr noch 113 Lastwagen ab, in der Nacht auf Gründonnerstag waren es gar 290 Camions gewesen.

Mindestens sechs Todesopfer

Bei verhältnismässig ruhigem Verkehr auf dem restlichen Schweizer Strassennetz kamen über die Ostertage mindestens sechs Menschen ums Leben. Bei zwei Frontalkollisionen zwischen Autos und Lastwagen in Effingen AG und in Horgen ZH wurden ein 54- und ein 48- jähriger Automobilist getötet.
Auf der A13 bei Bonaduz GR verunglückte ein 19-jähriger Autolenker bei einem Selbstunfall tödlich. Sein Wagen geriet über den Strassenrand hinaus und kollidierte mit einen Baum. Im Basler Kantonsspital starb ein 59-jähriger Mofafahrer, der zuvor in Zwingen BL mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert war.
Zwei Todesopfer waren am Ostermontag im Wallis zu beklagen. Am Grossen Sankt Bernhard erlitt ein Autolenker tödliche Verletzungen, als er auf die Gegenfahrbahn geriet und mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidierte. Bei Riddes starb ein 9-jähriges Mädchen, als es aus einem Auto geschleudert wurde, das die Mittelleitplanken der A9 touchierte.

Zugsentgleisung auf Gotthardlinie

Bei den SBB verlief der Betrieb über Ostern nahezu reibungslos. Insgesamt wurden 56 Extrazüge eingesetzt, die meisten davon auf der Gotthardlinie. Genau auf dieser stark frequentierten Strecke war es am Donnerstag zu einem Zwischenfall gekommen. Kurz nach Mitternacht entgleisten in Rodi-Fiesso TI zwei Wagen eines Nachtzuges.
Verletzt wurde niemand, die Strecke war jedoch während 14 Stunden unterbrochen. Am Donnerstagmittag wurde die Linie einspurig geöffnet, am frühen Freitagmorgen war sie wieder normal befahrbar.

(ba/sda)

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