Sans-Papiers besetzen weiterhin die Predigerkirche
publiziert: Samstag, 27. Dez 2008 / 19:32 Uhr

Zürich - Auch nach den Weihnachtstagen ist in die Zürcher Kirchenbesetzung keine Bewegung gekommen. Ein Gespräch zwischen Vertretern der Besetzer und der reformierten Kirche brachte kein Ergebnis.

Die Sans-Papiers fordern vom Kanton konkrete Zusagen für bessere Lebensbedingungen.
Die Sans-Papiers fordern vom Kanton konkrete Zusagen für bessere Lebensbedingungen.
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Den rund 150 Sans-Papiers, die seit dem 19. Dezember die Predigerkirche im Zürcher Niederdorf besetzt halten, schlug die Kirchenvertretung vor, ins Kirchgemeindehaus Neumünster zu zügeln, wie ein Sprecher der Besetzer auf Anfrage sagte.

Die Besetzer lehnten diesen Vorschlag ab, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Man werde die Predigerkirche nicht räumen, bevor der Kanton konkrete Zugeständnisse zu Verbesserung ihrer Situation mache, heisst es. In verschiedenen Veranstaltungen informieren sie die Öffentlichkeit.

Wie die kirchliche Kommunikationsstelle mitteilte, bekräftigten die Kirchenvertreter ihre bisherigen Angebote und machten neue Vorschläge. Nach wie vor gelte das Angebot von Regierungsrat Hans Hollenstein, am 5. Januar eine Delegation der Besetzer zu empfangen. Dies aber nur, wenn bis dahin die Besetzung beendet sei.

Zusagen für bessere Lebensbedingungen gefordert

Neben der Bereitschaft einer anderen Kirchgemeinde, die Besetzerinnen und Besetzer aufzunehmen, wollen sich laut Mitteilung auch mehrere Pfarrpersonen in den kommenden Wochen dafür einsetzen, dass die Problematik der Sans-Papiers stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt. Die Landeskirche stellte ein verstärktes Engagement zu Gunsten von Betroffenen in Aussicht.

Die Sans-Papiers fordern vom Kanton konkrete Zusagen für bessere Lebensbedingungen. Vor allem die Behandlungvon Härtefällen werde im Kanton Zürich allzu rigide gehandhabt, kritisieren sie.

(smw/sda)

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