Sapporo soll erneut Erfolg bringen
publiziert: Donnerstag, 9. Nov 2006 / 08:04 Uhr

Eine Delegation von rund 20 Aktiven soll im Februar an den WM in Sapporo, dem Saisonhöhepunkt der Nordischen, die Schweizer Farben vertreten.

Marc Wälti erwartet sechs bis sieben Diplomränge.
Marc Wälti erwartet sechs bis sieben Diplomränge.
Delegationschef Marc Wälti rechnet mit sechs bis sieben Diplomrängen.

Die hochkarätigsten Resultate dürften auch diesen Winter wieder aus dem Lager der Skispringer kommen. Simon Ammann und Andreas Küttel hinterliessen im Sommer-Grand-Prix mit den Rängen 4 und 6 in der Gesamtwertung einen ausgezeichneten Eindruck.

Küttel scheint den Skimarken-Wechsel von Rossignol zu Fischer gut verdaut zu haben. Wenn der Wind in Japan für den Einsiedler bläst, holt er möglicherweise gar die an den Olympischen Spielen in Turin wegen fehlenden Auftriebs verpasste Medaille nach und steigt als erster Schweizer Nordischer seit Sylvain Freiholz 1997 in Trondheim auf ein WM-Podest.

Möllingers Solokurs

Vor 35 Jahren an den Winterspielen in Sapporo hatten auch die Nordischen mit Walter Steiner und der Männerstaffel im Langlauf zum Medaillensegen beigetragen.

Eigene Wege geht derzeit Michael Möllinger. Der deutsch-schweizerische Doppelbürger bekundet wie schon in seinem früheren Landesverband Mühe, sich vollumfänglich ins Kollektiv einbinden zu lassen. Da im Leistungssport bloss die Resultate zählen, legt ihm Swiss-Ski keine Steine in den Weg.

Falls der 27-Jährige im Continental Cup bei ansprechendem Teilnehmerfeld zweimal die Top 10 erreicht, darf er ab Mitte Dezember wieder in den Weltcup einstiegen. Die ersten Wettkämpfe in Kuusamo (Fi) und Trondheim (No) bestreiten somit Küttel, Ammann und Guido Landert.

Tour de Ski als Unbekannte

Bereits auf einen erfolgreichen Saisonstart blicken die Langläufer zurück. Beim Sprint-Event in Düsseldorf gabs gleich viermal Weltcup-Punkte.

Christoph Eigenmann und Laurence Rochat haben auf dem Papier auch schon die WM-Selektionskriterien erfüllt. Gegen vier Diplomränge sollen nun im Fernen Osten erreicht werden, zwei davon mit der Staffel.

In Langlaufkreisen sind zur Zeit allerdings nicht die WM, sondern die neu kreierte «Tour de Ski» über die Neujahrstage Gesprächsthema Nummer 1. Während der neue Wettbewerb in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen wird, sehen die Aktiven der Angelegenheit noch mit gemischten Gefühlen entgegen.

«Ich habe Angst, dass wir unsere Athleten im Hinblick auf die WM verheizen», meinte Barbara Broger, die neue Disziplinenchefin. «Die Idee ist sicher gut gemeint, aber wir befinden uns noch in einer Versuchsphase.»

Vision 2011

Neben Küttel, Ammann, Eigenmann, Laurence Rochat und Seraina Mischol haben auch zwei Kombinierer Nationalmannschafts-Status, nämlich Ronny Heer und Andreas Hurschler. Den jüngeren Kader-Mitgliedern wird derzeit von Hippolyt Kempf die «Vision Oslo 2011» eingeimpft.

Im Mutterland des nordischen Skisports werden in vier Jahren auf neuen Anlagen an der Traditionsstätte am Holmenkollen Weltmeisterschaften ausgetragen. Vor 100 000 Zuschauern soll dort die Schweiz, auch aus Respekt gegenüber dem Gastgeberland, die bestmögliche Mannschaft stellen.

Im kommenden Winter bilden wie immer in den letzten Jahren Klassierungen im Bereich des 10. Rngs die Grenze zwischen sehr guten und ansprechenden bis mässigen Leistungen.

Im Hinblick auf die Staffel-Einsätze dürfte der Verlust von Jan Schmid schmerzen. Der starke Springer vollzog den Nationenwechsel in sein Heimatland Norwegen.

Frauen-Power

Mit Selina Gasparin aus Pontresina wird erstmals eine Schweizerin konstant im Biathlon-Weltcup eingesetzt.

Die in Lillehammer studierende Engadinerin hatte sich im Sommer mit starken Resultaten für höhere Aufgaben aufgedrängt.

Unumstrittener Leader im Schweizer Team bleibt Matthias Simmen in seiner wohl letzten Saison. Zum Abschluss seiner Karriere will er sich für die WM in Anterselva (It) qualifizieren.

(von Hans Leuenberger, Luzern/Si)

 
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