Sarkozy gewinnt Präsidentschaftswahl
publiziert: Sonntag, 6. Mai 2007 / 20:08 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 6. Mai 2007 / 22:56 Uhr

Paris - Der Konservative Nicolas Sarkozy hat die Stichwahl um die französische Präsidentschaft klar gewonnen. Nach ersten Hochrechnungen eroberte er rund 53 Prozent der Stimmen. Die Sozialistin Ségolène Royal kam demnach auf etwa 47 Prozent.

Nicolas Sarkozy heisst der neue Präsident.
Nicolas Sarkozy heisst der neue Präsident.
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Meldungen über den bevorstehenden Sieg Sarkozys waren schon am frühen Abend durchgesickert. Hunderte Anhänger des bürgerlichen Bewerbers feierten den Sieg darauf vorzeitig in einem von der Regierungspartei UMP gemieteten Saal in Paris.

In seiner ersten Ansprache versprach das neu gewählte Staatsoberhaupt Nicolas Sarkozy, er wolle der «Präsident aller Franzosen sein». Seiner unterlegenen Rivalin Ségolène Royal bezeugte er Respekt.

Der Konservative betonte, er sei sein ganzes Leben lang Europäer gewesen und glaube «aufrichtig an Europa». «Heute Abend ist Frankreich zurück in Europa.» An die USA appellierte Sarkozy, sich im Klimaschutz zu engagieren.

«Ein Präsident der Republik muss alle Franzosen lieben», sagte Sarkozy in seiner mehrfach von Applaus unterbrochenen Rede. Sein Wahlsieg sei «nicht der Sieg eines Frankreichs über das andere», sondern ein «Sieg der Demokratie und der Werte, die uns einen».

Royal hat Niederlage eingestanden

Bereits zuvor hatte Ségolène Royal ihre Niederlage eingestanden. «Ich wünsche dem neuen Präsidenten viel Glück», sagte die Sozialistin. Die 53-Jährige dankte ihren «fast 17 Millionen Wählerinnen und Wählern» und versprach, ihren politischen Einsatz fortzusetzen.

Zur Stichwahl strömten die Franzosen erneut in grosser Zahl an die Urnen. Meinungsforscher schätzten die Wahlbeteiligung auf 85 bis 86 Prozent. Sollte sich dies bestätigen, wäre es einer der höchsten Werte in der 1958 gegründeten Fünften Republik.

Vereinzelt kam es nach der Wahl zu Ausschreitungen. In Paris warfen Teilnehmer eines Protest-Marschs Pflastersteine auf Polizisten. Diese schossen mit Tränengas zurück. In Lyon gerieten sich Anhänger von Royal und Sarkozy in die Haare.

(smw/sda)

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