Sarkozy macht sich für Palästinenser stark
publiziert: Sonntag, 22. Jun 2008 / 17:34 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Jun 2008 / 19:51 Uhr

Tel Aviv - Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat sich vor dem israelischen Parlament als Nahost-Friedensvermittler angeboten. Er forderte die Abgeordneten zugleich auf, den Siedlungsbau im Westjordanland zu stoppen.

Nicolas Sarkozy wird vor der Knesset sprechen.
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«Schaffen Sie die Bedingungen dafür, dass sich etwas bewegt», sagte er in der ersten Ansprache eines französischen Staatschefs vor der Knesset seit mehr als 25 Jahren. «Ohne ein Ende des Siedlungsbaus kann es keinen Frieden geben.»

Die israelische Bevölkerung habe «wie alle Völker» das Recht auf Sicherheit. Israel könne aber erst dann in Sicherheit leben, «wenn es an seiner Seite endlich einen unabhängigen, modernen, demokratischen und lebensfähigen Palästinenserstaat geben wird». Umgekehrt müssten die Palästinenser als Voraussetzung für Frieden den «Terrorismus» bekämpfen.

Sarkozy bekräftigte auch seinen entschlossenen Widerstand gegen das iranische Atomprogramm. Ein Iran mit Atomwaffen sei für Frankreich «unannehmbar», und Paris werde allen «den Weg versperren», die zur Zerstörung Israels aufriefen.

Besuch in Jad Vaschem

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert begrüsste die Festigung der französisch-israelischen Beziehungen, stellte aber auch fest: «Nicht immer stimmen wir in jedem Punkt völlig überein.» Israel hat zuletzt Projekte in Siedlungen angekündigt, die es auch bei einem Friedensschluss behalten will.

Sarkozy besuchte mit seiner Frau Carla am Montagvormittag auch die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem. Am Dienstag wollte er seine Nahost-Reise mit einem Besuch in Bethlehem im Westjordanland abschliessen, wo ein Treffen mit Palästinenserpräsident Abbas geplant war.

(fest/sda)

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