Sarkozy zu Besuch bei Merkel
publiziert: Montag, 10. Sep 2007 / 07:42 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Sep 2007 / 15:00 Uhr

Berlin - Ein «Rat der Weisen» soll der EU neue Perspektiven geben. Einen entsprechenden Vorstoss von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy unterstützte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Treffen bei Berlin.

Beim Treffen zwischen Nicolas Sarkozy und Angela Merkel geht es vor allem um die EU-Politik.
Beim Treffen zwischen Nicolas Sarkozy und Angela Merkel geht es vor allem um die EU-Politik.
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Bei ihrem Treffen in Meseberg sprachen sich beide zudem für Massnahmen gegen internationale Spekulanten aus.

Sarkozy erhielt Unterstützung von Merkel für seinen Vorschlag für das neue hochkarätige Beratergremium der EU, das langfristig auch einen Beitritt der Türkei zur EU in Frage stellen könnte.

Der Rat soll in etwa zwei Jahren Vorschläge zur künftigen Struktur und zu den Grenzen der EU erarbeiten.

Gemeinsame aussenwirtschaftliche Strategie

Bei ihrem Treffen im Gästehaus der Regierung sprachen sich Merkel und Sarkozy angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten für Regulierungs- und Überwachungsmassnahmen aus.

Es müsse auch eine gemeinsame aussenwirtschaftliche Strategie der EU geben. Dazu soll die EU-Kommission bis März 2008 Vorschläge machen. «Wir müssen mehr Transparenz bekommen», sagte Merkel.

«Man kann Spekulanten nicht erlauben, dass sie ein ganzes internationales System kaputt machen», sagte Sarkozy. Er befürwortete eine Regulierung des Finanzmarktes.

Gemeinsame Energiepolitik

Für die Zeit der französischen EU-Präsidentschaft 2008 kündigte Sarkozy Vorschläge für eine gemeinsame Energiepolitik der EU an.

«Atomenergie ist die Energie der Zukunft», sagte Sarkozy dazu. Man wolle aber auch erneuerbare Energien.

Deutschland und Frankreich wollen auch in Afghanistan enger zusammenarbeiten.

Vereinbart wurde eine gemeinsame Logistik und der Aufbau einer Unteroffiziersschule für afghanische Soldaten. Beitrittsverhandlungen mit der Türkei.

(rr/sda)

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