Die Hinwiler sind optimistisch
Sauber nochmals besser?
publiziert: Montag, 11. Mrz 2013 / 10:58 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Mrz 2013 / 11:15 Uhr
Sauber will angreifen.
Sauber will angreifen.

Das Team Sauber will die im Vorjahr aufgebaute, starke Basis für eine neuerliche Steigerung in der Formel-1-WM nutzen. Konstanz und Effizienz stehen bei der Zürcher Equipe im Zentrum.

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Den neuen Fahrern Nico Hülkenberg und Esteban Gutierrez steht mit dem C32 ein Auto zur Verfügung, das sich optisch zwar von seinem Vorgänger unterscheidet, dessen Vorzüge aber in die Neukonstruktion eingeflossen sind. «Der C31 war ein äusserst wettbewerbsfähiges Auto. Unser Ziel war es, seine Stärken weiter zu verbessern und die wenigen Schwächen auszumerzen. Ich bin überzeugt, dass wir ein Auto haben, mit dem wir für die unterschiedlichsten äusseren Bedingungen gut vorbereitet sind», sagt Chefdesigner Matt Morris.

Keine Sorgen wegen Kühlung

Am aktuellen Sauber-Boliden fallen primär die deutlich schmaler gewordenen Seitenkästen und die leicht nach unten gezogene Frontpartie des Chassis auf. Das Reglement, dessen Inhalt praktisch unverändert blieb, schränkte den Platz für Neuerungen und revolutionäre Ideen selbstredend ein. Für Morris und seine Mitstreiter sind die Seitenkästen ein Bereich, der sich vorteilhaft auf die Performance des Autos auswirken kann. Die Gefahr, dass sich die kompaktere Bauweise nachteilig auf die Kühlung auswirken könnte, sieht der Engländer nicht. «Die Ergebnisse, die wir bei der Simulation von Luftströmungen erhalten haben, sind im Normalfall sehr exakt. Deshalb sind wir in Bezug auf die Kühlung nicht beunruhigt - egal, was auch immer in Malaysia oder Bahrain auf uns zukommen wird.»

Entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Grands Prix werden auch in der neuen Saison die Reifen haben, die zum dritten Mal in Folge von Alleinausrüster Pirelli geliefert werden. Morris glaubt Sauber auch in dieser Hinsicht auf gutem Weg. «Im vergangenen Jahr war der Umgang mit den Pneus eine unserer Stärken. Beim Saisonfinale in Brasilien haben wir die ersten Reifen für die kommende WM versuchsweise getestet und dabei keine böse Überraschung erlebt. Ich denke, dass wir auch hier gut aufgestellt sind.»

Wunschtransfer Hülkenberg

Mit der Verpflichtung von Nico Hülkenberg vermochte Teamchefin Monisha Kaltenborn einen Wunschtransfer zu tätigen. Der 25 Jahre alte Deutsche aus Emmerich im Bundesland Nordrhein-Westfalen, der vor kurzem seinen Wohnsitz nach Ermatingen im Kanton Thurgau verlegt hat, hatte sich schon lange auf dem Radar der Österreicherin befunden. «Wir hatten Nico seit einiger Zeit beobachtet und waren von seinen Leistungen beeindruckt. Dazu hoffen wir, dass er seine Erfahrung im technischen Bereich einzubringen vermag», sagt Kaltenborn. Hülkenberg wird nicht nur für seine «Schnelligkeit», sondern auch für seine Effizienz gelobt. Er versteht es, in den jeweiligen Rennsituationen das Maximum an Punkten herauszuholen - und damit ein in der vergangenen Saison im Team Sauber zu oft aufgetretenes Manko zu beheben. In erster Linie der zu McLaren-Mercedes weitergezogene Sergio Perez hätte mit etwas mehr Cleverness und überlegterer Fahrweise den einen oder anderen Ausfall verhindern beziehungsweise für mehr zählbare Klassierungen sorgen können. Hülkenberg soll die zuletzt vermisste Konstanz ins Team zurückbringen.

Esteban Gutierrez' Aufstieg zum Stammfahrer war der letzte Schritt in der Zusammenarbeit mit Sauber. Gutierrez, wie Perez Mexikaner, gehört seit drei Jahren der Zürcher Equipe an. Vorerst war er «angegliederter Fahrer», die letzten beiden Saisons Test- und Ersatzpilot. Gutierrez konnte derart kontinuierlich an die Formel 1 herangeführt und für seine neueste Aufgabe minutiös vorbereitet werden. «Von Esteban erwarten wir, dass er schnell lernt und sein grosses Talent in gute Ergebnisse umsetzt», sagt Monisha Kaltenborn, für die die WM 2013 ebenfalls eine Premiere bringt. Erstmals wird die promovierte Rechtsanwältin eine Formel-1-Saison auf dem Chefposten angehen, nachdem sie im Oktober 2012 das Amt von Peter Sauber übernommen hat. Gutierrez soll es also Kimi Räikkönen, Felipe Massa oder eben Sergio Perez gleichtun und das Team Sauber als Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere in der wichtigsten Klasse des Automobilrennsports nutzen.

Der Ruf des «Bezahl-Fahrers»

Ob auch für Esteban Gutierrez die Formel 1 zur Erfolgsgeschichte wird, wird sich weisen müssen. Dem 21-Jährigen aus Monterrey werden wohl hohe Steuerkünste bescheinigt. In diese Einschätzung mischt sich indessen auch eine gewisse Skepsis - was wiederum damit zusammenhängt, dass Gutierrez als «Bezahl-Fahrer» eingestuft wird, dem der finanzielle Beistand seines schwerreichen Landsmanns Carlos Slim den Weg ins Sauber-Cockpit geebnet hat. Slim gehört seit gut zwei Jahren zu den Geldgebern des Schweizer Teams. Der gleiche Ruf war auch Sergio Perez vorausgeeilt. Die kritischen Voten verstummten allerdings schon früh. Perez hatte mit (dem wegen nicht regelkonformem Heckflügel nachträglich aberkannten) Rang 7 im Grand Prix von Australien bei erster Gelegenheit für den Meinungsumschwung gesorgt.

(asp/Si)

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