Amerikanische Schiffe vor Souda
Sawija noch in Rebellenhand - Gaddafis Panzer greifen wieder an
publiziert: Samstag, 5. Mrz 2011 / 09:56 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 11:39 Uhr
Libysche Rebellen posieren mit Waffen.
Libysche Rebellen posieren mit Waffen.

Tripolis - Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi sind nach Augenzeugenberichten am Samstag in die umkämpfte Stadt Sawijah eingerückt. Panzer seien in die etwa 60 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis gelegene Stadt vorgedrungen und hätten das Feuer auf Häuser eröffnet, hiess es aus übereinstimmenden Quellen.

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Zuvor hatten Augenzeugen berichtet, die Stadt sei in der Hand der Rebellen, werde jedoch von Truppen Gaddafis belagert welche am Morgen vergeblich versucht hätten, sie einzunehmen und von den Rebellen zurück geschlagen wurden. Nach Angaben eines Arztes wurden mindestens sieben Menschen bei der Militäroffensive getötet.

Eine grosse Menschenmenge habe sich indes auf dem zentralen Märtyrerplatz versammelt, um den Erfolg gegen die Gaddafi-Truppen zu feiern. Auch ein Sprecher der Aufständischen sagte, man habe einen Panzerangriff von regierungstreuen Soldaten zurückgeschlagen.

Niederländische Soldaten der Spionage bezichtigt

Die drei niederländischen Soldaten, die bei einer missglückten Befreiungsaktion in Libyen in Gefangenschaft geraten sind, werden jetzt der Spionage bezichtigt. Das berichtete der niederländische Radio NOS am Samstag unter Berufung auf das libysche Staatsfernsehen.

Die Marineflieger waren Mitte der Woche mit ihrem Helikopter von dem Kriegsschiff «MS Tromp» gestartet und in der libyschen Stadt Sirte gelandet, um zwei Niederländer auszufliegen.

Unmittelbar nach der Landung wurden sie von einer Gaddafi-treuen Milizgruppe angegriffen und gefangen genommen. Zunächst war den drei Fliegern Verletzung internationalen Rechts vorgeworfen worden.

«Ziel dieses Helikopter-Einsatzes war es, Spione entweder abzuholen oder abzusetzen», hiess es am Samstag im libyschen Fernsehen. Gleichzeitig wurde von einer «internationalen Konspiration» gegen Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi gesprochen.

Die Niederlande bemühen sich in intensiven Verhandlungen auf verschiedenen Ebenen um die Freilassung der drei Marineflieger.

NATO-Einheiten auf Kreta zusammengezogen

Unterdessen zogen die USA und andere NATO-Staaten starke Einheiten auf der Mittelmeerinsel Kreta zusammen. Von dem grossen Stützpunkt von Souda im Westen Kretas aus können Schiffe und Kampfjets Libyen innert nützlicher Frist erreichen.

Wie griechische Medien und Augenzeugen aus der Region am Samstag berichteten, sind bereits zwei grosse amerikanische Schiffe in der Bucht von Souda eingelaufen, darunter der Helikopterträger «USS Kearsarge».

(fkl/sda)

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