Eckwerte akzeptiert
Sawiris-Grossprojekt: Umweltverbände verzichten auf Beschwerde
publiziert: Mittwoch, 2. Jul 2014 / 17:48 Uhr
Das geplante neue Skigebiet Andermatt-Sedrun soll über 24 Anlagen und über 120 Pistenkilometer verfügen. (Symbolbild)
Das geplante neue Skigebiet Andermatt-Sedrun soll über 24 Anlagen und über 120 Pistenkilometer verfügen. (Symbolbild)

Andermatt UR - Die Umweltverbände verzichten auf eine Beschwerde gegen den vom ägyptischen Investoren Samih Sawiris geplanten Skigebietsausbau zwischen Andermatt UR und Sedrun GR. Sie zweifeln zwar weiter an der Nachhaltigkeit des Projekts, halten dieses aber im Kern für rechtens.

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Ende Mai hatte das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Andermatt-Sedrun Sport AG (ASS) die Bewilligung erteilt, um die bestehenden Skigebiete beidseits des Oberalps zusammenzuschliessen und zu modernisieren. Die Beschwerdefrist läuft laut BAV Anfang nächster Woche ab.

Die Umweltverbände Pro Natura, WWF, VCS, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL und Mountain Wilderness verzichten auf eine Beschwerde gegen die Plangenehmigungsverfügung, wie Vertreter der Organisationen am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärten. Für sie lässt sich das Projekt auf rechtlichem Weg kaum verhindern.

Eckwerte akzeptiert

Pro Natura befürworte das Projekt zwar nicht und zweifle weiterhin an der Nachhaltigkeit, sagte Verbandssprecher Thomas Neumeyer. Aus juristischer Optik sei das Vorhaben aber im Kern rechtens. Dank der Übereinkunft mit den Behörden und den Initianten falle das Vorhaben kleiner und landschaftsverträglicher aus als ursprünglich geplant.

Die Umweltverbände schlossen Anfang 2013 mit Samih Sawiris eine Vereinbarung ab. Das Projekt respektiere die damals festgelegten Eckwerte, sagte Katharina Conradin, Geschäftsleiterin von Mountain Wilderness.

15 neue Seilbahnen

Das geplante neue Skigebiet Andermatt-Sedrun soll über 24 Anlagen und über 120 Pistenkilometer verfügen. Das Projekt beinhaltet 15 neue Seilbahnanlagen, wobei acht davon bestehende Seilbahnen ersetzen.

Auch wenn die Beschwerdefrist ungenutzt abläuft, kann die ASS noch nicht unmittelbar mit dem Seilbahnbau beginnen. Sie muss für jede einzelne geplante Anlage ein Detailprojekt zur Genehmigung einreichen.

Erst wenn das BAV diese sowie alle weiteren mit den Anlagen im Zusammenhang stehenden Detailprojekte genehmigt hat und die Ende Mai verfügten Auflagen erfüllt sind, können die Bahnen realisiert werden.

Die Bauarbeiten für das neue Skigebiet der Andermatt-Sedrun Sport AG sollen noch im Sommer beginnen. Wann genau, ist noch offen und hängt von möglichen Einsprachen und weiteren Auflagen ab, wie ein Sprecher der Muttergesellschaft Andermatt Swiss Alps sagte.

Bislang umfangreichstes Projekt

Grund für die Erweiterung des Skigebiets von Andermatt mit dem von Sedrun ist das neue Tourismusresort, das im Urserental realisiert wird. Gebaut wird das Resort von der Andermatt Swiss Alps AG, einem Unternehmen des ägyptischen Tourismusinvestors Samih Sawiris.

Laut BAV ist das Projekt am Oberalp das bislang umfangreichste seilbahnrechtliche Vorhaben. Es wurden auch Nebenanlagen wie Pisten oder Schneekanonen, für die eigentlich Kantone und Gemeinden zuständig sind, in das seilbahnrechtliche Verfahren des Bundes integriert.

(awe/sda)

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