EU und Australien
Schärfere EU-Sanktionen gegen Syrien
publiziert: Montag, 25. Jun 2012 / 11:46 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Jun 2012 / 21:28 Uhr
Baschar al-Assad
Baschar al-Assad

Luxemburg - Einen Tag vor den NATO-Beratungen zu Syrien haben die EU-Aussenminister vor den negativen Folgen eines militärischen Eingreifens in der Region gewarnt. Zugleich setzten sie ein Zeichen und belegten weitere syrische Personen und Institutionen mit Sanktionen.

8 Meldungen im Zusammenhang
Auslöser für die für Dienstag geplanten Verhandlungen des Verteidigungsbündnisses war der Abschuss eines türkischen Militärjets über dem Mittelmeer durch syrischen Raketenbeschuss. Die Türkei berief sich als Reaktion auf Artikel 4 des NATO-Vertrages und verlangte Beratungen mit den Bündnispartnern.

Wie der stellvertretende türkische Ministerpräsident Bülent Arinc am Montagabend vor den Medien sagte, war kurz nach dem Beschuss des Kampfjets ein zweites Flugzeug von Syrien angegriffen worden. Dabei handelte es sich um eine Rettungsmaschine, die den abgestürzten Piloten bergen sollte.

Ob das Rettungsflugzeug getroffen wurde, sagte Arinc nicht. Die syrischen Truppen hatten nach einer Warnung der türkischen Streitkräfte den Beschuss eingestellt.

EU: Eingreifen "ausser Frage"

Die EU-Aussenminister verurteilten den Abschuss bei ihrem Treffen in Luxemburg am Montag als "nicht hinnehmbar" und riefen zu einer unabhängigen Untersuchung des Vorfalls auf. Dieser müsse "gründlich und vordringlich" untersucht werden, teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Europäische Union möchte eine Eskalation der Gewalt vermeiden. "Ein militärisches Eingreifen steht ausser Frage - auch im NATO-Kontext", sagte der niederländischer Aussenminister Uri Rosenthal.

Mässigende Töne schlug auch sein deutscher Amtskollege Guido Westerwelle an: Diese lobte die "besonnene Haltung" und die "verantwortungsvolle Reaktion" der Türkei, die bisher auf einen militärischen Gegenschlag verzichtete und zuerst die Absprache mit ihren Bündnispartnern sucht.

Syrien unbeeindruckt

Gleichzeitig mit dem Aufruf zum Gewaltverzicht verschärfte die EU die Strafmassnahmen gegen Syrien. Die Aussenminister sperrten die Konten des Innen- und des Verteidigungsministeriums und setzten fünf weitere Firmen, Regierungsstellen und Personen auf die Schwarze Liste.

Es war bereits die 16. Ausweitung des Sanktionsliste seit Beginn des Konflikts vor etwa anderthalb Jahren. Die EU belegte mittlerweile über 120 Personen und knapp 50 Firmen und Institutionen mit Strafmassnahmen.

Damaskus zeigte sich vom steigenden Druck des Westens unbeeindruckt. Die syrische Regierung warnte die NATO vor einer "Aggression". Das syrische Territorium sei "heilig", sagte ein Sprecher des Aussenministeriums.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Die Türkei hat bei der NATO um die Entsendung von Luftabwehrraketen ... mehr lesen
Patriot kann auf einmal 50 Ziele beobachten und fünf abschiessen. (Symbolbild)
Baschar al-Assad
Damaskus - Syrien zeigt sich von der drohenden Verschärfung der EU-Sanktionen ... mehr lesen
Beirut - Der syrische Präsident Baschar al-Assad will seine Gegner mit aller Macht in die Knie zwingen. Der international ... mehr lesen
Baschar al-Assad: «Wir streben gute Beziehungen zu allen Staaten an.»
Wladimir Putin ist in Israel zu Besuch.
Jerusalem - Bei seinem ersten Nahost-Besuch seit sieben Jahren hat der russische ... mehr lesen
Washington - Die US-Regierung hat den Abschuss eines türkischen Kampfjets durch syrische Streitkräfte «auf das Schärfste» verurteilt. Es handle sich um einen schamlosen und inakzeptablen Akt, erklärte Aussenministerin Hillary Clinton am Sonntag. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
New York - Die Türkei hat wegen des Abschusses eines Kampfflugzeuges durch Syrien den NATO-Rat angerufen. Dies ... mehr lesen
Die Türkei will wegen des Jet-Abschusses durch Syrien die NATO konsultieren.
Washington - Eine vom Syrien-Beauftragten Kofi Annan vorgeschlagene Kontaktgruppe könnte in rund zwei Wochen zum ersten ... mehr lesen
Baschar al-Assad
In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wurden erneut Ziele aus der ...
Schuldzuweisung an Iran  Washington - Saudi-Arabiens König Salman hat die arabischen Staaten auf einen langen Krieg im Jemen eingeschworen. Die Luftschläge der von seinem Land angeführten Allianz gegen Huthi-Rebellen würden solange fortgesetzt, bis der Jemen wieder stabilisiert sei. 
Saudi-Arabien setzt Angriffe im Jemen fort Sanaa - Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat in der Nacht zum ... 1
Truppen von Abd-Rabbu Mansur Hadi erobern Aden zurück Washington - Im Jemen haben Truppen von Präsident Abd-Rabbu Mansur ...
Teilweise ausgesetzt  Abuja - Überschattet von islamistischer Gewalt und technischen Pannen haben in Nigeria am Samstag Präsidentschafts- und Parlamentswahlen ...
Hat Goodluck Jonathan den Kampf gegen Boko Haram bisher verschleppt?
Armee meldet Einnahme von Boko-Haram-Zentrale Abuja - Einen Tag vor der Präsidentschaftswahl in Nigeria haben die Streitkräfte des westafrikanischen Landes nach eigenen ...
Abuja, Hauptstadt von Nigeria
Wahlen in Nigeria auf Ende März verschoben Abuja - Wegen Sicherheitsbedenken sind die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria kurzfristig um sechs Wochen ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1260
    Komplet richtig argumentiert, Valentin Abgottspon Mohamed lies Ölbäume seiner Gegner fällen, ein Vergehen, das in dieser ... gestern 20:17
  • Kassandra aus Frauenfeld 1260
    Ach Zombie, Sie tun ja so, als ob Sie sich je für Menschen interessiert hätten. Kommt ein ... gestern 18:25
  • HeinrichFrei aus Zürich 368
    Rüstungsexporte an Staaten die Krieg führen sind verboten Saudi-Arabien bombardiert den Jemen. Die USA, Armeen der feudalen ... gestern 14:01
  • jorian aus Dulliken 1573
    Genaue Erklärung! Ein Mensch der durch eine Drohne umgebracht wird und dies ohne Prozess, ... gestern 14:01
  • jorian aus Dulliken 1573
    Danke Nur wer war gegen Assad? Sie doch auch! Ich war vom Anfang an der ... gestern 04:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Wer... den Terror und den totalen Krieg will, der soll ihn bekommen. Der ... Fr, 27.03.15 18:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Bisher... haben IWF, EZB und ESFS griechische Staatsschulden in Höhe von 310 Mrd. ... Fr, 27.03.15 17:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Die... "KSA vs Iran“ stecket den ganzen Mittleren Osten in Brand. Unglaublich, ... Fr, 27.03.15 14:54
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 1°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Basel -2°C 9°C leicht bewölkt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
St.Gallen 1°C 10°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Bern -1°C 13°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Luzern 1°C 14°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 0°C 14°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Lugano 11°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten