Chinas Gruben sollen sicherer werden
Schärfere Sicherheitsvorkehrungen in Chinas Gruben angeordnet
publiziert: Sonntag, 13. Nov 2011 / 09:13 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Nov 2011 / 11:01 Uhr
In vielen Bergwerken Chinas sind die Sicherheitsvorkehrungen sehr dürftig. (Symbolbild)
In vielen Bergwerken Chinas sind die Sicherheitsvorkehrungen sehr dürftig. (Symbolbild)

Peking - Nach einer Reihe von Grubenunglücken mit Dutzenden Toten hat Chinas Arbeitsschutzbehörde am Sonntag eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen in allen Gruben den Landes angeordnet. Das meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

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Demnach beschrieb Vizepräsident Zhang Dejiang die Aussichten für die Unfallverhütung trotz aller Bemühungen allerdings als «düster».

Vier Tage nach dem jüngsten Grubenunglück im Südwesten Chinas stieg die Zahl der getöteten Bergarbeiter auf mindestens 30. Nach einer Gasexplosion in einer Kohlengrube in der Provinz Yunnan waren am Samstag noch 13 Kumpel unter Tage eingeschlossen, wie Xinhua berichtete.

Für die Vermissten gab es nach Angaben der Rettungskräfte jedoch kaum noch Hoffnung, da die Atemluft unter Tage «dünn» sei. Hunderte Retter setzten die Suche nach den Eingeschlossenen fort.

Kritik an Minenbetreiber und Behörden

Die verantwortlichen Manager der Mine wurden festgenommen. Der Chef des Werkschutzamtes, Luo Lin, übte auch scharfe Kritik an den Behörden. Die Grube habe seit einem Jahr keine Betriebslizenz gehabt und sei im April zur Einstellung der Förderung aufgefordert worden. Lokale Funktionäre seien ihrer Aufsichtspflicht aber nicht nachgekommen.

Der Werkschutzchef kündigte eingehende Ermittlungen und eine strenge Bestrafung der Verantwortlichen an. In der Grube seien die Vorbeugungsmassnahmen und der Arbeitsschutz «sehr schlecht» gewesen. Die Familien der getöteten Kumpel sollen laut Behörden jeweils 660'000 Yuan (umgerechnet gut 93'000 Franken) Entschädigung bekommen.

Jährlich tausende Tote

Das Unglück in Yunnan steht beispielhaft für viele andere Tragödien in der chinesischen Bergbauindustrie. Nirgendwo in der Welt leben Kumpel so gefährlich wie in China.

Meist stecken hinter den Unglücken mangelnde Aufsicht, Korruption und Vetternwirtschaft zwischen Betreibern und Funktionären sowie schlechte Sicherheitsvorkehrungen. Tausende Kumpel sterben jedes Jahr. Die genaue Zahl ist nicht bekannt. Viele Unglücke werden vertuscht.

Ein neues Unglück passierte am Sonntag in einer Grube im Kreis Jingtai in der Nordwestprovinz Gansu. Durch einen Wassereinbruch wurden sieben Bergleute verschüttet. Bergungstrupps pumpten das Wasser ab.

(asu/sda)

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