Schärfere Strafen für Drogendealer gefordert
publiziert: Freitag, 26. Okt 2012 / 15:34 Uhr / aktualisiert: Freitag, 26. Okt 2012 / 15:59 Uhr
Die Drogengeschäfte in der Schweiz sollen härter bestraft werden.
Die Drogengeschäfte in der Schweiz sollen härter bestraft werden.

Bern - Mit der Sicherheit in der Schweiz steht es aus Sicht der FDP nicht mehr lange zum Besten. Die Sicherheitsdirektoren und -politiker der Partei fordern deshalb schärfere Strafen für Drogendealer und Wiederholungstäter sowie eine bessere Zusammenarbeit der Kantone.

Drogentest für professionelle oder private Anwender
medictest
Rudolf-Diesel-Strasse 5
8404 Winterthur
6 Meldungen im Zusammenhang
Die Kriminalitätsrate in der Schweiz sei zwar europaweit am tiefsten, stellte die FDP am Freitag fest. Das Land drohe aber seine Vorbildfunktion zu verlieren. Mit einem Papier zur Sicherheitspolitik legte die Partei deshalb dar, wie sie die Sicherheit stärken will.

Der Handel mit harten Drogen ist den Freisinnigen besonders ein Dorn im Auge. Der tiefe Kokainpreis zeige, dass der Drogenhandel boome, sagte die Waadtländer Sicherheitsdirektorin Jacqueline de Quattro. Das sei auch nicht erstaunlich, da erwischte Dealer straflos davon kämen. Im Drogenhandel werde nach Schätzungen bis zu einer halben Milliarde Franken pro Jahr umgesetzt.

Kein Unterschied nach Drogenmenge

De Quattro sprach von einer Null-Toleranz-Politik, welche die FDP anstrebe. Konkret soll bei der Sanktion nicht mehr nach der Menge der gehandelten Drogen unterschieden werden. Heute sei erst dann von einem schweren Fall die Rede, wenn ein Dealer 80 Verkaufstüten bei sich trage, stellte de Quattro fest. Mit so viel Rauschgift sei kein Dealer unterwegs.

Auch Wiederholungstäter möchte die FDP härter anfassen: Als Wiederholungstäter soll nicht nur gelten, wer zweimal die identische schwere Straftat, sondern schon wer zweimal irgendeine schwere Tat begangen hat.

Für Kleinkriminelle stellt sich die FDP Schnellverfahren vor. Wenn Urteile erst Monate nach der Tat ausgesprochen würden, hätten sie kaum mehr eine abschreckende Wirkung, sagte Nationalrat Kurt Fluri (SO).

Nationale Polizei kein Tabu

Die FDP räumte ein, dass ein härteres Vorgehen mehr Verurteilungen zur Folge haben werde und damit mehr Gefängnisplätze nötig seien. Verstärkt werden sollen auch die Kantonspolizeien. Es brauche aber nicht nur mehr Polizisten, sie müssten auch schweizweit einheitlich ausgebildet werden, sagte der Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet.

Selbst eine nationale Polizei dürfe kein Tabu sein, sagte Maudet auf eine Journalistenfrage. Grossereignisse - wie beispielsweise Olympische Spiele - liessen sich sicherheitsmässig nur mit gemeinsamen Kräften bewältigen.

Zur Zusammenarbeit gehört für die FDP aber auch der Aufbau einer nationalen Datenbank für inhaftierte Straftäter. Heute sei eine Anfrage in allen Kantonen nötig, um zu erfahren, ob jemand irgendwo einsitze, sagte Maudet.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
2
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Gesundheitskommission des Ständerats hält nichts von härteren Strafen für Kleindealer. Einstimmig lehnt sie eine ... mehr lesen
Eine gesetzliche Mindeststrafe wird den Strassenhandel nicht einschränken. (Symbolbild)
Schaffhausen - Ein mutmasslicher Drogendealer ist in der Nacht auf Samstag auf der Flucht vor der Polizei von einer Dachterrasse gestürzt. Er zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu. In seinem Mund wurden 1,8 Gramm Kokain gefunden. mehr lesen  1
Zürich - Einer der führenden Köpfe des Zürcher Fraumünsterpostraubes ist am Montag vom Bezirksgericht Zürich wegen ... mehr lesen
Bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Lausanne - Eine Verurteilung für ein mengenmässig schweres Drogendelikt ist auch möglich, wenn der Deal gar nicht ... mehr lesen 1
Verurteilung wegen Drogendelikts.
Aber aber...
FDP... wieder auffallend häufig unterwegs. Wie kommt’s?
Ein bisschen Wähler suchen oder gar Wut nachladen seit den missratenen Kantonal- und NR-Wahlen?
Nicht, dass ihr euch noch was abschaut bei der SVP und anständige Menschen werdet!
Was sollten da eure hochintellektuellen Freunde von der SP/Grünen von euch denken…
INITIATIVE GEGEN BÜROKRATIE VERGESSEN?
Weitere Aufblähung des Staatsapparates für Jagd auf Kleindealer? Warum diesmal kein Liberalismus trotz Millioneneinnahmen durch Mehrwertsteuer auf Umsätzen? Dies würde Einnahmen statt Ausgaben schaffen und der Polizei, Gerichten und Gefängnissen Luft geben für Wesentliches, z.B. internationale Schieber, Sklavenhändler, Waffenhändler und vieles mehr.
Drogentest für professionelle oder private Anwender
medictest
Rudolf-Diesel-Strasse 5
8404 Winterthur
Héctor Beltrán Leyva wurde verhaftet. (Symbolbild)
Héctor Beltrán Leyva wurde verhaftet. ...
Héctor Beltrán Leyva  Mexiko-Stadt - Mexikanische Soldaten haben den Chef des Beltrán-Leyva-Kartells festgenommen. Héctor Beltrán Leyva alias «El H» sei in einem Restaurant in der Stadt San Miguel de Allende im Bundesstaat Guanajuato gefasst worden. 
Mit Drogen am Steuer  Skandalnudel Amanda Bynes (28) machte ihrem Ruf mal wieder alle Ehre und wurde verhaftet, ...
Die Eltern von Amanda Bynes haben keine Ahnung, wo ihre Tochter steckt.
Ist Amanda Bynes von der Schule geflogen? Berichten zufolge musste Filmsternchen Amanda Bynes (28) die Modeschule, die sie seit einigen Monaten ...
Amanda Bynes soll aus der Modeschule geschmissen worden sein.
Amanda Bynes.
Amanda Bynes: Erneute Festnahme Amanda Bynes (28) hat mal wieder Ärger mit der Polizei und scheint einen Drogenrückfall erlitten zu haben.
Titel Forum Teaser
Thomas Peter ist Professor für Atmosphärische Chemie an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Zum Zustand der Ozonschicht Alle vier Jahre untersuchen hunderte Wissenschaftler unter der ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 10°C 14°C leicht bewölkt nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Basel 8°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 11°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 12°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 13°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 15°C 23°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten