Schalttag war schon der letzte Sonntag
publiziert: Freitag, 29. Feb 2008 / 07:09 Uhr / aktualisiert: Freitag, 29. Feb 2008 / 11:14 Uhr

Bern - Der heutige Freitag ist der 29. Februar - ein Datum, das im Kalender nur alle vier Jahre auftaucht. Den Schalttag braucht es, weil die Erde für die Umrundung der Sonne 365,25 Tage braucht, etwas mehr als ein Jahr.

Alle 100 Jahre wird auf den Schalttag verzichtet.
Alle 100 Jahre wird auf den Schalttag verzichtet.
Ohne den Schalttag würde man Weihnachten in 720 Jahren im Sommer feiern. Der zusätzliche Tag wird allerdings genau genommen nicht am 29. Februar eingeschoben. Vielmehr fand er bereits am letzten Sonntag, dem 24. Februar, statt. Grund ist der römische Kalender, auf den der heutige Kalender zurückgeht.

Im Schaltjahr sind dort der 24. und der 25. Februar ein Doppeltag, der ehemals 24. Februar wird neu zum 25. Februar. Die Kirche blieb aber beim 24. Februar als Schalttag und legte auch auf Basis dieser Berechnung die kirchlichen Feiertage fest. Rein numerisch wirkt sich der Schalttag aber erst am 29. Februar aus.

Auch der gregorianische Kalender bringt aber noch keine absolute Genauigkeit. Um die verbleibenden 11 Minuten zu korrigieren, wird alle 100 Jahre auf den Schalttag verzichtet. Da auch dies noch zu ungenau ist, wird zusätzlich alle 400 Jahre der Schalttag wieder eingeführt.

Dekret von Kanopus

Das Problem war schon den Ägyptern aufgefallen. Durch das Dekret von Kanopus wurde im Jahre 238 vor Christus alle vier Jahre ein Schalttag angeordnet. Cäsar übernahm dies in seinen - später so genannten - Julianischen Kalender, der bis ins Mittelalter beibehalten wurde.

Doch auch mit dieser Korrektur war die Welt des Kalenders noch nicht in Ordnung. Das Julianische Jahr ist mit 365,2500 Tagen genau elf Minuten und 46 Sekunden länger als ein Sonnenjahr. Nach 128 Jahren summiert sich diese Differenz zu einem ganzen Tag.

Papst zieht Notbremse

Im Laufe der Jahrhunderte verschob sich deshalb der kalendarische Frühjahrsbeginn immer mehr gegenüber dem astronomischen. 1582 zog Papst Gregor XIII. die «Notbremse». Er liess den Kalender reformieren, und auf seine Veranlassung folgte unmittelbar auf den 4. Oktober der 15. Oktober 1582.

Ausserdem strich er für die Zukunft einige Schaltjahre. Ein sogenanntes Säkularjahr (mit zwei Nullen am Ende), dessen Zahl nicht durch 400 teilbar ist, hat seit Papst Gregor keinen zusätzlichen Tag mehr. Das Jahr 1700, 1800 und 1900 waren keine Schaltjahre - das Jahr 2000 war aber wieder eines.

(ht/sda)

Wie lang ist den jetzt ein Jahr eigentlich genau?
Damit ihr's alle wisst, das Jahr hat genau 365,242190517 Tage - solche und viele andere sinnvolle, praktische Sachen hab ich in der Schule gelernt... bin also fuer's Leben bestens gewappnet ... ;o)
 
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