Scharfe Kritik an Geheimdienst
publiziert: Freitag, 9. Jul 2004 / 19:04 Uhr

Washington - Der US-Senat hat den US-Geheimdienst CIA scharf kritisiert. Dieser habe die vermeintliche Gefährlichkeit des Irak vor dem Krieg stark übertrieben. Das geht aus einem Bericht hervor, der in Washington veröffentlicht worden ist.

Die meisten Angaben im Geheimdienstbericht von Oktober 2002 waren übertrieben.
Die meisten Angaben im Geheimdienstbericht von Oktober 2002 waren übertrieben.
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Die meisten Angaben im Geheimdienstbericht von Oktober 2002 waren übertrieben oder zumindest nicht durch die zusammengetragenen Geheimdiensterkenntnisse gedeckt, hiess es in dem Bericht. Das betreffe Angaben über chemische und biologische sowie Atomwaffen.

Schludrig gearbeitet

Die CIA habe bei den Angaben über angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak schludrig gearbeitet, sich auf unzuverlässige Informationen verlassen und kaum eigene verlässliche Informationsquellen erschlossen.

Die US-Regierung hatte die Existenz von Massenvernichtungswaffen in Irak als einen Hauptgrund für den Irak-Krieg angeführt. Bislang wurden keine Waffen gefunden.

Rücktritt des CIA-Direktors

Auf der Basis des Berichtes wurden Dutzende Empfehlungen für eine umfassende Reform der Geheimdienste gemacht. Der bisherige CIA-Direktor George Tenet hatte sich am Donnerstag offiziell von seinen Mitarbeitern verabschiedet. Er hatte im Juni nach sieben Jahren überraschend seinen Rücktritt angekündigt.

Ob die Regierung die Informationen bewusst selektiv nutzte und alarmierende Angaben überinterpretierte, soll in einem zweiten Bericht untersucht werden, den die Republikaner zunächst verhindern wollten.

Keine Sperrung des Berichts

Die CIA wollte zunächst fast die Hälfte des 400 Seiten-Berichtes unter Hinweis auf darin enthaltene Angaben zur nationalen Sicherheit sperren lassen. Nach dem Protest der Senatoren gab die CIA nach. Nur 20 Prozent bleiben jetzt unter Verschluss.

Währenden in Washington der US-Geheimdienst immer stärker ins Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik gerät, nimmt in Irak die Serie von Geiselnahmen kein Ende: Aufständische entführten zwei bulgarische Fernfahrer und drohten mit deren Ermordung.

Entführer gehören zu El Tawhid

Nach Angabend es arabischen Fensehsender El Dschasira gehören die Entführer der Gruppe von El Tawhid an, als deren Anführer der Jordanier Abu Mussab el Sarkawi gilt. Die Gruppe soll für die Enthauptung eines US-Bürgers und eines Südkoreaners verantwortlich sein.

(pt/sda)

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