Scharon will Siedlungen räumen
publiziert: Montag, 2. Feb 2004 / 14:46 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 4. Feb 2004 / 07:01 Uhr

Jerusalem - Israels Ministerpräsident Ariel Scharon plant die Räumung fast aller jüdischen Siedlungen im Gazastreifen. Ich arbeite auf Grund der Annahme, dass es in Zukunft keine Juden im Gazastreifen geben wird, sagte Scharon der Zeitung Haaretz.

Die Auflösung der Siedlungen ist Teil des Nahost-Friedensplans.
Die Auflösung der Siedlungen ist Teil des Nahost-Friedensplans.
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Ariel Scharon plant Räumung von 17 Siedlungen im Gazastreifen

JERUSALEM - Israels Ministerpräsident Ariel Scharon plant die Räumung fast aller jüdischen Siedlungen im Gazastreifen. Ich arbeite auf Grund der Annahme, dass es in Zukunft keine Juden im Gazastreifen geben wird, sagte Scharon der Zeitung Haaretz.

Er lasse deswegen eine Verlegung von insgesamt 17 Siedlungen aus dem Gazastreifen vorbereiten, erklärte Scharon in dem Gespräch, das auf der Internetseite veröffentlicht wurde.

In den 17 Siedlungen leben derzeit rund 7500 Israelis. Die Auflösung israelischer Siedlungen in den Palästinensergebieten ist Teil des Nahost-Friedensplans (roadmap), der für kommendes Jahr die Gründung eines Palästinenserstaates vorsieht.

Die Gewaltspirale in Nahost dreht sich indes weiter. Israelische Soldaten haben beim Einmarsch in die Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen am Morgen vier Palästinenser getötet. Unter den Toten war nach Angaben von Ärzten und Augenzeugen ein Dschihad-Anführer.

Der 26-jährige Anführer der militanten Organisation Islamischer Dschihad und sein 38-jähriger Bruder seien ums Leben gekommen, als sie sich weigerten, ihr Haus zu räumen. Augenzeugen berichteten, dass die Soldaten das Haus gestürmt und die beiden Männer erschossen hätten.

Auch das israelische Radio meldete den Tod der beiden Brüder. Bei der Schiesserei sei auch ein israelischer Soldat verletzt worden.

Zudem sei ein 32-jähriger Zivilist durch das Maschinengewehrfeuer eines Panzers ums Leben gekommen, teilten Ärzte weiter mit. Die Soldaten hätten zudem einen 36-Jährigen erschossen. Der Mann habe zuvor das Feuer auf die vorrückenden Armee-Einheiten eröffnet.

(bsk/sda)

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