300 Kilogramm Kupfer und tausenden Glasperlen
Schatz auf Wattenmeerinsel entdeckt
publiziert: Samstag, 18. Aug 2012 / 17:49 Uhr
Ein Wrack mit 300 Kilogramm Kupfer wurde auf die Wattenmeerinsel angespült. (Symbolbild)
Ein Wrack mit 300 Kilogramm Kupfer wurde auf die Wattenmeerinsel angespült. (Symbolbild)

Terschelling - Ein Vogelwart hat auf der niederländischen Wattenmeerinsel Terschelling ein Wrack mit 300 Kilogramm Kupfer und tausenden Glasperlen gefunden. Die Fundstücke stammen vermutlich von einem Frachtschiff aus dem 18. Jahrhundert.

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Dies sagte der Direktor des Terschellinger Heimatmuseums, 't Behouden Huys, Frans Schot am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Das Schiff muss vor der Insel gesunken sein. Wrackteile spülen laut Schot häufiger an. «Es ist aber ein Wunder, dass die Ladung nach so langer Zeit noch vorhanden war.»

Der Vogelwart hatte bei einem Strandspaziergang mit seiner Frau vor zwei Wochen zufällig die Reste des Schiffs entdeckt und auf dem Boden im Sand tausende Glasperlen gefunden. Einige Tage später gelang es, das Wrack mit einem Traktor aus der Brandung zu ziehen und die Ladung zu bergen: Perlen, Kupferstäbe und rund 40 kupferne Kessel.

Perlen aus Amsterdam und Venedig

Woher sie stammen, müssen Forscher noch herausfinden. Aber erste Analysen weisen daraufhin, dass die Perlen in Amsterdam und Venedig hergestellt wurden. «Im 18. Jahrhundert waren sie Zahlungsmittel für den Sklavenhandel», sagt der Museumsdirektor.

Die rund 300 Kilogramm schweren Kupferstäbe waren zusammengebunden und versiegelt. Schot vermutet, dass die Ladung zu einem Frachtschiff der niederländischen Westindischen Compagnie gehörte. Die Schiffsgesellschaft holländischer Kaufleute trieb im 17. und 18. Jahrhundert einen lukrativen Handel mit Afrika und Amerika.

Wohl noch mehr vorhanden

Schot schliesst nicht aus, dass vor der Küste Terschellings noch viel mehr von der kostbaren Ladung liegt. «Doch wegen der Strömung ist es viel zu gefährlich, um danach zu tauchen.»

Bewohner und Besucher der Ferieninsel können die Schätze allerdings ab diesem Wochenende im Inselmuseum bewundern. Der Fund war bisher geheim gehalten worden, aus Sorge, dass Schaulustige die Brutplätze von Vögeln in dem Gebiet um das Wrack stören könnten.

(bg/sda)

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