Schewardnadse greift USA an
publiziert: Samstag, 29. Nov 2003 / 08:20 Uhr

Tiflis - Der entmachtete georgische Präsident Eduard Schewardenadse hat den Einfluss der USA für seinen Sturz mitverantwortlich gemacht.

Schewardnadse vermied er aber die US-Regierung direkt anzugreifen.
Schewardnadse vermied er aber die US-Regierung direkt anzugreifen.
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In einem Gespräch mit Journalisten in seiner Residenz nahe Tiflis vermied der Ex-Präsident jedoch eine direkte Schuldzuweisung an die Regierung in Washington.

Die USA hätten verschiedene Machtbasen, demokratische Institute, Botschaften. Einige nahmen daran teil, einige halfen, sagte er mit Blick auf die Massendemonstrationen vom vergangenen Wochenende, die zu seinem Rücktritt geführt hatten. Er glaube aber nicht, dass die US-Regierung selbst an den Geschehnissen beteiligt gewesen sei.

Schewardnadse warf dem Westen vor, ihn fallengelassen zu haben. Der Westen unterstützt den, der wirkliche Macht hat. Nachdem klar war, dass er sich nicht mehr lange halten würde, hätten sich die westlichen Staaten schnell auf die neuen Machtverhältnisse in Tiflis eingestellt.

Sie haben nach jemandem Ausschau gehalten und diese drei gefunden, sagte Schewardnadse in Bezug auf die drei führenden Oppositionspolitiker in Georgien.

Seinen inzwischen regierenden politischen Gegnern stellte er ein gutes Zeugnis aus. Die drei Spitzenpolitiker der bisherigen Opposition seien gebildet, jung und ziemlich erfahren. Ich kann nicht sagen, dass sie kein Vertrauen verdienen.

Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass sich seine früheren Gefolgsleute von ihm abwandten und als Anführer der Opposition seinen Sturz betrieben, entgegnete Schewardnadse: Einen solchen Punkt gab es. Aber ich will darüber nicht reden.

Unterdessen legten weitere Mitglieder der alten Garde ihre Ämter niedergelegt. Unter anderem trat der bisherige Aussenminister Irakli Menagarischwili zurück.

Auch Wahlleiterin Nana Dewdariani reichte ihren Rücktritt ein, wie die Agentur Interfax meldete. Mit ihr legten fünf Vertreter von Schewardnadses Wahlblock Für ein neues Georgien, die in der Wahlkommission waren, ihre Ämter nieder.

Am 4. Januar wird in Georgien ein neuer Präsident gewählt. Aussichtsreichster Kandidat auf die Nachfolge Schewardnadses ist Ex-Justizminister Michail Saakaschwili. Dieser hatte die wochenlangen Proteste der Opposition gegen die Manipulation der Parlamentswahlen vom 2. November angeführt.

(bsk/sda)

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