«Schickimicki ist nicht ihr Ding»
publiziert: Montag, 29. Mrz 2010 / 14:47 Uhr
Wer trägt das mit sich rum? Die Auflösung gibt es am 12. April auf Tink.ch
Wer trägt das mit sich rum? Die Auflösung gibt es am 12. April auf Tink.ch

Eine Abenteuerin, die beste Freundin, auf die man sich stets verlassen kann oder zur Spezies der Nicht-Mobiltelefonierer gehörend? Wie zwei Tink.ch-Reporterinnen anhand dieser Bilder die Taschenbesitzerin charakterisieren.

Karolina Barczyk:

«Zeig mir deine Tasche und ich sag dir, wer du bist» könnte man sagen und stellt sich dabei eine einfache und rasche Analyse des Charakters vor. Doch diese Tasche lässt sich nicht so schnell in eine Schublade stecken. Die Besitzerin, die dahinter steckt, legt viel Wert auf das Einfache und Schlichte. Die Grösse der Tasche beweist, dass sie praktisch veranlagt ist. Sie ist nicht wählerisch und nimmt deshalb lieber zuviel mit auf den Weg, als auf etwas verzichten zu müssen. Das Design der Tasche klärt über ihren Stil auf. Schickimicki ist nicht ihr Ding. Auf Understatement und Bequemlichkeit legt sie mehr Wert.

Tadelloser Orientierungssinn

Sie ist ordentlich. Sie weiss, wo ihre Schlüssel stecken oder in welcher Innentasche der iPod sich befindet. Ihr Orientierungssinn ist tadellos. An der Migroskasse zaubert sie mit einem Lächeln im Handumdrehen das Portemonnaie heraus. Andere würden jeden Gegenstand, der ihnen zwischen die Finger kommt, auf das Laufband legen und fluchend nach dem Geld suchen.

Der Inhalt der Tasche gibt aber mehr Preis über die Besitzerin. So kann man ihn in drei Gruppen kategorisieren. Erstens, die alltäglichen Dinge. Schlüssel und Portemonnaie. Das A und O. Ohne geht’s nicht. Ohne kommt man weder nach Hause, noch kommt man sehr weit weg von zu Hause.

Der zweiten Gruppe gehören nun Dinge an, die ein bessers Bild über die äussere Erscheinung abgeben. Spängeli, Kamm und Haargummi, Nagelfeile und Handcreme. Man schliesst daraus, dass das Äussere ihr nicht egal ist. Ihre Fingernägel und Hände sind sauber gepflegt, die Haare sollen nicht ins Gesicht fallen. Sie legt immer einen gepflegten Auftritt hin.

Ihr wahres Ich

Die dritte Gruppe erzählt über ihr wahres Ich. Familienfotos, Taschenlampe, Wasserflasche. Sie sind so was wie das kleine Muttermal über den Lippen oder die Narbe auf dem Knie. Machen die Person speziell und einzigartig. Die zwei ersten Gegendstände erschweren die Analyse des Charakters. Was hat eine Taschenlampe in einer Frauentasche verloren? Man ist ratlos. Höhlenforschung, sowie Nachtausflüge schiessen durch den Kopf. Eine Abenteuerin? Müsste man eigentlich daraus schliessen. Oder wird die Taschenlampe für die Suche nach verlorenen Gegenständen in der Tasche gebraucht?

Die Familienfotos ziehen als Erstes die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Sie geben preis, dass die Besitzerin der Tasche eine starke Bindung zur Familie hat. Und wenn dem so ist, ist sie auch die beste Freundin, auf die man sich verlassen kann. Die, der man alles anvertrauen kann. Selbst die eigene Tasche.


Thinh-Lay Tong:

Eine braune Handtasche - schlicht und zeitlos. Von schnörkeligem Firlefanz hält die Besitzerin wohl nicht viel. Geräumigkeit hingegen ist wichtig. Warum, verrät ein Blick auf den Tascheninhalt.

Überlebenskitt einer Frau

Die Besitzerin ist für alle Fälle gerüstet. Augentropfen, Zahnpasta, eine Kopfwehtablette, Kaugummis, Streichhölzer Handcréme, eine Nagelfeile, ein Kamm, eine Trinkflasche und sogar ein kleines Taschenmesser - in der Handtasche findet sich gleich ein ganzes Überlebensset einer Frau, nur die Zahnbürste fehlt. Wozu dann die Zahnpasta? Haarspangen und -gummi sind ebenso schlicht wie die Tasche selbst. Im Leben dieser Frau gibt es keine bösen Überraschungen. Und wenn doch, ist sie mithilfe ihrer mitgeführten Utensilien so gut vorbereitet, dass sie selbst in stressigen Momenten einen kühlen Kopf bewahren kann.

Wo ist das Handy?

Dass die Trägerin dieser Tasche auf Schnickschnack verzichtet, heisst jedoch nicht, dass nicht auch bei ihr eine sanfte Melancholie mitschwingt. Neben den nüchternen Gegenständen hat sie stets Familienfotos dabei. Nicht nur, um die süssen Kinderbilder ihren Mitmenschen unter die Nase zu halten, sondern auch, damit sie stets etwas von ihren Liebsten bei sich hat. Das Mittragen eines fassbaren Bildes überrascht im Zeitalter von fototauglichen Handys. Ein solches ist übrigens auf dem Bild nicht ersichtlich. Gehört die Taschenbesitzerin womöglich zur vom Aussterben bedrohten Spezies, die kein Mobiltelefon mit sich trägt? Oder wird das Telefon eher stets griffbereit in Hosen- oder Jackentasche mitgeführt? Man kann hier nur spekulieren.

Lesen - nicht nur zum Vergnügen

Die dicke Agenda und das prallgefüllte Portemonnaie deuten auf ein aktives Leben hin. Vielleicht begibt sie sich täglich, ganz wie die Protagonistin Oedipa im mitgeführten Roman «The crying of lot 49», auf Reisen, Kopf voran in neue Abenteuer und Herausforderungen. Die vielen Stifte, das Notizbuch, das Mäppchen und die gelben Zettelchen, die aus dem Buch ragen, verraten jedoch, dass diese Frau nicht nur zum Vergnügen liest. Lesen und Schreiben gehören für sie fest zu ihrem Alltag, sei dies im Beruf oder auch im Studium.

Die Auflösung


Wem gehört diese Tasche? Welche charakterstarke Frau verbirgt sich dahinter? Die Antwort darauf erhaltet ihr am 12. April auf Tink.ch.

Mitmachen


Tink.ch braucht eure Taschen! Wenn ihr euer liebstes Stück ebenfalls auf Tink.ch präsentieren wollt, schickt je ein Bild von eurer Tasche und eurem Tascheninhalt an thinh-lay.tong(at)tink.ch.

(Karolina Barczyk / Thinh-Lay Tong)

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