Schiesserei an finnischer Schule - Elf Tote
publiziert: Dienstag, 23. Sep 2008 / 11:17 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 23. Sep 2008 / 19:29 Uhr

Helsinki - Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres ist ein Amokläufer in Finnland nach einer Ankündigung im Internet in eine Schule gestürmt und hat wahllos Menschen erschossen. Der 22-Jährige tötete zehn Mitschüler und sich selbst.

Eines der auf Youtube veröffentlichten Videos zeige den Amokschützen bei Schiessübungen. (Symbolbild)
Eines der auf Youtube veröffentlichten Videos zeige den Amokschützen bei Schiessübungen. (Symbolbild)
6 Meldungen im Zusammenhang
Nicht nur die zeitliche Nähe der zwei Amokläufe hinterlässt Ratlosigkeit in Finnland. Auch kündigten beide Schützen ihre Taten auf dem Internet an. Und der zweite Amokläufer war noch am Tag vor der Tat von der Polizei befragt worden.

Der Täter stürmte gegen 11 Uhr schwer bewaffnet und maskiert in die Berufsschule der Kleinstadt Kauhajoki. Nach Angaben des Rektors Tapio Varmola hielten sich zu diesem Zeitpunkt 150 der insgesamt 200 Schüler dort auf.

Der Amokschütze lief in einen Kellerraum der Palvelualojen-Oppilaitos-Schule, wo eine Klasse mit naturwissenschaftlichen Experimenten beschäftigt war. Dort habe es die meisten Opfer gegeben, hiess es in Berichten von Augenzeugen.

Der Täter schoss sich nach Angaben der Polizei am Ende selbst in den Kopf und starb wenig später im Spital von Tampere.

Im Internet angekündigt

Wie bereits der 18-jährige Amokschütze, der im vergangenen November in Tuusula acht Menschen und sich selbst erschossen hatte, war auch diese Tat vom Schützen selbst auf dem Internet angekündigt worden.

Der Berufsschüler hatte in einem Internetforum ausdrücklich ein «Massaker in Kauhajoki» angekündigt. In seinem Profil gab er als Hauptinteressen «Computer, Waffen, Sex und Bier» an. Die Seite wurde inzwischen vom Netz genommen.

Eines der auf dem Internetportal Youtube veröffentlichten Videos zeige den Amokschützen bei Schiessübungen, teilte Innenministerin Anne Holmlund mit. Daraufhin habe ein Polizist am Montag mit dem Jungen gesprochen.

Nach ihren Angaben besass der Mann einen vorläufigen Waffenschein für eine Schusswaffe des Kalibers 22. Nach dem Gespräch sah der Polizist laut Holmlund jedoch keine Veranlassung, Waffe und Waffenschein wieder einzuziehen.

(smw/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kauhajoki - Mit einer Trauerfeier ist ... mehr lesen
«Die Tragödie hat einen schmerzhaften Verlust für die ganze Nation verursacht», sagte Bischof Simo Peura.
Beide Amokläufer haben nach Polizeiangaben ihre Pistolen im selben Geschäft gekauft.
Helsinki - Die beiden finnischen Schul-Amokläufer haben nach Aussagen von Bekannten direkten Kontakt gehabt. Das berichtete der Fernsehsender TV4. mehr lesen
Helsinki - Der Schul-Amokläufer im ... mehr lesen
Matti Juhani Saari in einem seiner Videos auf YouTube.
Helsinki - Nach dem Amoklauf eines ... mehr lesen
Ministerpräsident Matti Vanhanen kündigte eine Überprüfung der Waffengesetze an.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Der Täter erschoss acht Schüler an einem finnischen Gymnasium, richtete danach sich selbst. (Archivbild)
Helsinki - Ein 18-jähriger Abiturient hat ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie ... mehr lesen  
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen Formen der Sklaverei. Die Zahl liegt deutlich höher als die 2014 gezählten 35,8 Millionen. mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe ... mehr lesen
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 2°C 3°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Basel 1°C 3°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
St. Gallen 1°C 2°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Bern 1°C 2°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern 3°C 4°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Genf 2°C 4°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Lugano 5°C 7°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten