Kaum Hilfe aus Paris
Schiff der Gaza-Flotte umgeht Auslaufverbot
publiziert: Dienstag, 5. Jul 2011 / 12:21 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Jul 2011 / 16:40 Uhr
Die Flotte soll tausende Tonnen an Hilfsgütern in den Gazastreifen transportieren.
Die Flotte soll tausende Tonnen an Hilfsgütern in den Gazastreifen transportieren.

Paris/Athen - Das französische Boot «Dignité al-Karama» ist trotz eines Verbots der griechischen Behörden als erstes Schiff der geplanten Hilfsflotte für den Gazastreifen in See gestochen.

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Das kleine Schiff mit acht Aktivisten an Bord habe in der Nacht zu Dienstag griechische Gewässer verlassen und sei auf dem Weg in den Gazastreifen, erklärten die Organisatoren. Die «Dignité al Karama» sei nicht in einem Register erfasst gewesen und so sei es gelungen, die Behörden zu umgehen, sagte Jean-Claude Lefort, Sprecher des Teams «Französisches Boot für Gaza» in Paris.

Hilfsgüter hat das Boot demnach aber nicht an Bord. Auf dem 19 Meter langen Boot befand sich auch der populäre Linkspolitiker Olivier Besancenot.

Kaum Hilfe aus Paris

Die griechische Regierung hatte allen Schiffen verboten, die Häfen des Landes in Richtung Gazastreifen zu verlassen. Die Behörden führen zur Begründung die Drohung Israels an, die Schiffe notfalls mit Gewalt zu stoppen. Vor einem Jahr hatten israelische Soldaten bei der Erstürmung eines ersten Hilfskonvois auf dem Meer neun türkische Besatzungsmitglieder erschossen.

Die Organisatoren in Paris wollen nun das französische Aussenministerium um Schutz bitten. Ein Sprecher des Ministeriums warnte am Dienstag jedoch vor neuen Spannungen und sagte, die Aktion sei «eine schlechte Idee», um der palästinensischen Bevölkerung zu helfen.

Botschaft besetzt

Mehrere Dutzend spanische Aktivisten drangen am Dienstag in das Gebäude der spanischen Botschaft in Athen ein und forderten den Botschafter auf, dafür zu sorgen, dass ihr in Kreta vor Anker liegendes und von den griechischen Behörden blockiertes Schiff «Gernika» auslaufen darf.

Bis dies geschehen sei, würden sie in der Botschaft bleiben, sagte ein Teilnehmer. Von einem Balkon der Botschaft hissten die Aktivisten eine palästinensische Flagge.

Am Montagabend hatte das kanadische Schiff «Tahrir» erfolglos versucht, von Kreta aus in See zu stechen. Die Küstenwache schleppte das Schiff zurück in den Hafen von Agios Nikolaos.

(bg/sda)

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Viele offene Fragen
Hat die Griechische Regierung überhaupt das Recht, diese Schiffe/Boote am Auslaufen zu hindern? Wo ist hier das Rechtsvergehen?
Es scheint, als agiere Griechenland hier einfach auf Druck von Israel.

Soviel mal dazu, man belehre mich bitte.

Die Aktivisten/Politiker/Journalisten etc. sollten einsehen, dass sie mit diesen Provokationen gegen Israel nichts bewirken werden.
So gesehen finde ich diese "Hilfsflotten" sinnlos.
Ausserdem spielen diese Leute mit ihrem Leben, da Israel zu allem fähig ist in seiner grenzenlosen Sturheit und Dummheit.

Diese Leute würden besser einfach Demonstrationen organisieren in den Weltstädten um auf das Anliegen aufmerksam zu machen. Aber das ist denen wahrscheinlich zu wenig militant.

Man stellt ernüchternd fest, dass auf keiner Seite dieses Konflikts auch nur ein Mü Lernfähigkeit oder Einsicht existiert.

Im Angesicht des Kollaps der herrschenden Weltfinanzmarktordnung interessiert dieser seit Jahrzehnte ungelöste Konflikt den normalen Bürger eh nicht mehr.

Israel wird als Störenfried empfunden. Für dieses Image sind nicht linke Medien schuld sondern Israels Führung unter Netanjahu, der gefährlichen Marionette der Ultrakonservativen Parasiten in der Knesset.
Da haben die
Brandstifter und Provokateure im Hintergrund mit Olivier Besancenot offenbar einen neuen nützlichen Idioten gefunden den sie so richtig schön verfeuern können. Da wird man sich bei den Brandstiftern und Provokateuren aber mächtig ins Fäustchen lachen. Der verbratene Schriftsteller vom ersten mal lässt sich augenscheinlich nicht mehr blicken. Besser so!
.
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