Schiitenführer lehnt US-Abzug ab
publiziert: Montag, 4. Dez 2006 / 23:29 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 5. Dez 2006 / 02:11 Uhr

Bagdad - Der Chef der grössten Schiitenpartei im Irak, Abdelasis Al-Hakim, hat sich gegen einen unverzüglichen Abzug der US-Truppen aus seiner Heimat ausgesprochen. Al-Hakim traf in Washington mit US-Präsident Bush und Aussenministerin Rice zusammen.

Al-Hakim gilt als Rivale von Muktada al-Sadr
Al-Hakim gilt als Rivale von Muktada al-Sadr
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Die irakische Regierung habe darum gebeten, «dass die US-Truppen vorerst im Irak bleiben. Dabei sollten sie aber mehr Verantwortung an die irakischen Streitkräfte abgeben, damit diese das Terrorismus- Problem lösten, sagte Al-Hakim in Washington nach einem Treffen mit US-Aussenministerin Condoleezza Rice.

Hakim wurde anschliessend von US-Präsident George W. Bush im Weissen Haus empfangen. Bush dankte Al-Hakim für dessen «Bekenntnis zu einer Regierung der Einheit» in Bagdad.

Leiter des iranfreundlichen Hohen Rats

Zugleich habe er aber deutlich gemacht, dass die USA mit dem Fortschritt im Irak nicht zufrieden seien, sagte Bush. Al-Hakim betonte, dass die Situation im Lande »von den Irakern gelöst werden soll, mit der Hilfe von Freunden von überall her«.

Al-Hakim leitet den iranfreundlichen Hohen Rat für die Islamische Revolution im Irak (SCIRI) und ist ein Rivale des Schiitenführers Muktada al-Sadr, einer weiteren Schlüsselfigur bei der religiös motivierten Gewalt im Irak.

Warten auf Baker-Bericht

Mit dem Treffen setzte Bush, der in der vergangenen Woche mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zusammengekommen war, seine Bemühungen um eine Stärkung der irakischen Regierung fort.

Das Gespräch mit Al-Hakim erfolgte zwei Tage vor der Vorlage des Berichts einer unabhängigen US-Expertenkommission zur Irak-Politik. Die Kommission unter Leitung des früheren Aussenministers James Baker und des Demokraten Lee Hamilton will am Mittwoch seine Vorschläge zum künftigen Vorgehen Washingtons im Irak-Konflikt vorlegen.

(ht/sda)

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