Schiitischer Oppositionsführer will nach Irak zurückkehren
publiziert: Montag, 7. Apr 2003 / 07:26 Uhr / aktualisiert: Montag, 7. Apr 2003 / 08:29 Uhr

Teheran - Nach 23 Jahren Exil in Iran will der Vorsitzende der wichtigsten schiitischen Oppositionsgruppe Iraks, Ayatollah Mohammed Bakr el Hakim, in seine Heimat zurückkehren.

Die Schiitische Mehrheit im Irak wurde jahrelang unterdrückt.
Die Schiitische Mehrheit im Irak wurde jahrelang unterdrückt.
Wie ein Sprecher Hakims der iranischen Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag mitteilte, wolle der Ayatollah dem irakischen Volk in der gegenwärtigen Krise zur Seite stehen. Einen genauen Termin für die Rückkehr Hakims nannte er jedoch nicht.

Ayatollah Mohammed Bakr el Hakim hat mehrere Jahre in irakischen Gefängnissen verbracht, wo er gefoltert wurde. Der schiitische Geistliche ist nach Einschätzung arabischer Beobachter neben den Kurdenführern Dschalal Talabani und Massud Barsani der Oppositionsführer mit den meisten Anhängern in Irak.

Erst kürzlich hatte Hakim Washington eindringlich vor der Einsetzung einer amerikanischen Militärregierung nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein gewarnt.

Wir haben den Eindruck, dass es den USA in diesem Krieg darum geht, die Kontrolle über Irak zu gewinnen. Die Iraker müssen sich gegen diese Hegemoniebestrebungen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen, sagte der Führer des Hohen Rats für die Islamische Revolution in Irak (SCIRI) in einem in der vergangenen Woche veröffentlichten Interview mit der ägyptischen Zeitung Al-Ahram Weekly.

(bsk/sda)

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