Schily dementiert Berichte über irakische B-Waffen
publiziert: Samstag, 15. Feb 2003 / 22:51 Uhr / aktualisiert: Samstag, 15. Feb 2003 / 23:10 Uhr

Mainz - Der deutsche Innenminister Otto Schily hat Berichten widersprochen, wonach Irak über biologische Kampfstoffe verfügt. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte berichtet, nach Erkenntnissen der deutschen Regierung verfüge Irak über B-Waffen.

Der deutsche Innenminister Otto Schily dementiert den Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Der deutsche Innenminister Otto Schily dementiert den Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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Laut Erkenntnissen des Bundesnachrichtendienstes (BND) experimentierte Irak mit so genannten Kamelpocken, sagte Schily im ZDF-heute journal. Dies sei aber bereits bekannt gewesen.

Darüber hinaus lägen keine Erkenntnisse vor, dass aufgrund dieser Forschung menschliche Pockenviren entwickelt würden. Ein Papier aus dem Gesundheitsministerium, aus dem die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zitiert hatte, habe einen falschen Eindruck entstehen lassen. Es gebe derzeit keine akute Gefährung durch Pockenviren aus Irak, sagte Schily weiter.

Die FAS hatte zuvor vorab berichtet, dass die irakische Regierung nach Erkenntnissen der deutschen Regierung über biologische Massenvernichtungswaffen verfüge und damit auch Deutschland bedrohe.

Dies gehe aus einem internen Papier des Gesundheitsministeriums vom vergangenen August hervor, das die Bundesregierung offenbar monatelang geheim gehalten habe. Der Zeitung zufolge wird vor Angriffen mit Pockenviren gewarnt, denen bis zu 25 Millionen Deutsche zum Opfer fallen könnten, falls es keinen umfassenden Impfschutz gibt. Pockenviren würden unter anderem illegal in Irak und Nordkorea gelagert.

(rr/sda)

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