Schiri: 'Christian Constantin hat mir das Bein gestellt!'
publiziert: Montag, 6. Dez 2004 / 16:04 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Dez 2004 / 16:52 Uhr

Seit drei Jahren leitet Markus von Känel Spiele der Challenge League. Die Partie Kriens - Sion wird dem 32-jährigen Solothurner lange in Erinnerung bleiben: Nach dem späten Penalty-Entscheid gegen die Walliser, der zum 2:2-Schlussstand führte, eskalierte die Situation auf dem Kleinfeldplatz.

Ein Penaltypfiff in der Nachspielzeit liess die Situation im Tourbillon eskalieren.
Ein Penaltypfiff in der Nachspielzeit liess die Situation im Tourbillon eskalieren.
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Markus von Känel, was spielte sich nach dem Schlusspfiff in Kriens genau ab?

"Vor und nach dem Penalty sind die Spieler verbal aneinander geraten. Als sich die Situation einigermassen beruhigt und ich abgepfiffen hatte, nahm ich wahr, dass die ersten Fans über die Banden sprangen und den Platz stürmten."

Ihnen blieb somit nichts anderes, als die Flucht zu ergreifen?

"Das ist richtig. Mein Assistent und ich sprinteten sofort in Richtung Spielerausgang. Ich hatte in diesem Moment nur noch das Ziel, die Kabine zu erreichen."

Wann wähnten Sie sich in Sicherheit?

"Als ich den Bereich des von Security-Angestellten gesicherten Spielerausgangs erreichte, verlangsamte ich und näherte mich im Laufschritt dem Ausgang."

... bis sich Ihnen offenbar Sions-Präsident Christian Constantin in den Weg stellte. Er selber stellte das allerdings vehement in Abrede.

"Das kann er behaupten. Aber Herr Constantin hat mir das Bein gestellt, dann stürzte ich. Ich habe in meinem Rapport alles genau festgehalten. Und weil ich ja nicht mehr gesprintet bin, habe ich sehr genau wahrgenommen, was da passiert ist."

Constantin erschien später noch in Ihrer Kabine. Weshalb?

"Er ist tatsächlich in die Kabine gekommen und schilderte mir seine Sicht der Dinge. Ich habe ihm meine Sicht dargelegt."

Ihr Assistent José Antonio Gonzalez (schwerer Tritt in den Unterleib) erwischte es wesentlich schlimmer. Wer hat diese Attacke zu verantworten?

"Dazu kann ich nicht allzu viel sagen. Es muss passiert sein, als ich selber am Boden lag. Er hat die Vorfälle aber selber rapportiert."

Zeichnete sich ein derart dramatisches Ende irgendwie ab, war es eine besonders hektische Partie?

"Nein, überhaupt nicht. Bis zum Penalty lief alles normal. Die Atmosphäre war keineswegs aufgeheizt. Und ich musste in der 94. Minute keine Sekunde zögern, weil der Arm von Sarni (Verteidiger Sions) zum Ball ging. Es war ein klarer Penalty."

Haben Sie am Tag nach den gravierenden Vorfällen in Kriens daran gedacht, ihrer Schiedsrichterlaufbahn ein Ende zu setzen?

"Daran habe ich nie gedacht, nein. Für mich geht es weiter. Ich hoffe einfach, dass ich mich so schnell wie möglich wieder auf meine Arbeit konzentrieren und die Szenen gut verarbeiten kann."

Sie leiten seit 14 Jahren Spiele. Können Sie sich an einen ähnlichen Zwischenfall erinnern?

"Einmal, ich weiss gar nicht mehr genau wann, musste ich in Genf eine 1.-Liga-Partie abbrechen. Damals wurde ich vom Vater eines Spielers attackiert."

Welche Konsequenzen fordern Sie im Eklat von Kriens?

"Ich habe aufgrund meinen Beobachtungen einen Bericht geschrieben, den ich an die entsprechenden Stellen weiterleitete. Es liegt nun an den zuständigen Instanzen, ein Urteil zu fällen. Ich habe diesbezüglich keine Ansprüche zu stellen, wie das Strafmas ausfallen muss."

(Sven Schoch/Si)

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