Schläger von Frauenfeld wieder vor Gericht
publiziert: Dienstag, 9. Mai 2006 / 16:34 Uhr

Felben - Sechs Rechtsextreme stehen erneut vor Gericht. Sie hatten im April 2003 zwei Jugendliche in Frauenfeld brutal verprügelt und schwer verletzt.

Das Opfer ist seit dem Überfall geistig und körperlich behindert.
Das Opfer ist seit dem Überfall geistig und körperlich behindert.
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Die von der ersten Instanz verhängten Strafen sollen nun drastisch reduziert werden. Dies verlangen die Verteidiger an der Berufungsverhandlung vor dem Thurgauer Obergericht Eine Busse oder bedingte Gefängnisstrafen zwischen 12 bis 18 Monaten wegen fahrlässiger bzw. einfacher Körperverletzung seien genug.

Das Bezirksgericht Frauenfeld hat die sechs jungen Männer letzten September zu Strafen zwischen vier bis fünfeinhalb Jahre Zuchthaus verurteilt. Der Staatsanwalt, der das erstinstanzliche Urteil ebenfalls anficht, hatte wegen Tötungsversuchs Zuchthausstrafen zwischen fünf und sechs Jahren gefordert.

Verteidiger sehen keine Beweise

Die Beweise fehlten, dass sich die sechs jungen Männer der schweren Körperverletzung schuldig gemacht hätten, sagten ihre Verteidiger. Niemand könne sich an den genauen Tathergang erinnern. Zeugen gebe es keine. Das Gericht müsse deshalb dem Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten» folgen, verlangten sie.

Der Verteidiger des 24-jährigen Hilfsarbeiters sagte, die erste Instanz habe die harten Urteile nach einem Schauprozess unter dem Druck der Medien gefällt. Die Angeklagten seien vorverurteilt und alle in denselben Topf geworfen worden.

Woher stammen Verletzungen?

Der Überfall auf die beiden Jugendlichen sei eine «normale Rauferei» unter Jugendlichen gewesen, argumentierte der Verteidiger des 23- jährigen Mechanikers.

Wer dem damals 15-jährigen Opfer die lebensgefährlichen Kopfverletzungen zugefügt hatte, sei nicht mehr rekonstruierbar. Möglicherweise habe der siebte Tatbeteiligte, der sich in der Untersuchungshaft das Leben genommen hat, den Gewaltexzess verursacht, sagten mehrere Verteidiger.

Seither behindert

Die sechs Angeklagten hatten im April 2003 zwei damals 15- und 17- Jährige beim Bahnhof Frauenfeld brutal zusammengeschlagen. Das jüngere Opfer erlitt so schwere Kopfverletzungen, dass Teile seines Gehirns entfernt werden mussten. Der junge Mann ist seit dem Überfall geistig und körperlich behindert.

(ht/sda)

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