Schlägerei in Locarno - 22-Jähriger verstorben
publiziert: Sonntag, 3. Feb 2008 / 10:00 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Feb 2008 / 19:43 Uhr

Locarno - Am Karneval von Locarno ist ein 22-jähriger Student am Freitagabend zusammengeschlagen und so schwer verletzt worden, dass er am Samstag starb. Drei Tatverdächtige sind in Haft. Alle offiziellen Fasnachtsveranstaltungen wurden abgesagt.

In Locarno herrscht Bestürzung.
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Beim Todespfer handelt es sich um einen 22-jährigen Tessiner aus Gordola, der an der Universität Zürich studierte. Er war am Freitag in einer dunklen Gasse der Altstadt von Locarno kurz vor Mitternacht von drei Jugendlichen zusammengeschlagen worden. Die Hintergründe der Schlägerei sind noch nicht bekannt.

Der Verletzte war zunächst ins Spital von Locarno gebracht worden, wo sein Hirntod festgestellt wurde. Dann wurde er nach Lugano verlegt. Er lag im Koma und erlag schliesslich noch am Samstag seinen Verletzungen. Das Luganeser Spital gab heute seinen Tod bekannt.

Die mutmasslichen Täter wurden wenige Stunden nach der Schlägerei festgenommen. Sie sind zwischen 19 und 24 Jahre alt. Zwei von ihnen stammen aus Kroatien und einer aus Bosnien, wobei einer einen Schweizer Pass hat, wie der Tessiner Staatsrat Luigi Pedrazzini am Samstagabend gegenüber dem Sender TeleTicino sagte.

Abbruch des Karnevals

Noch am Samstag veranlasste die Stadtpräsidentin von Locarno, Carla Speziali, den Abbruch des Karnevals von Locarno. «Eine solche grundlose Gewalt ist inakzeptabel und hat die Bevölkerung zutiefst schockiert», sagte sie am Samstag gegenüber dem Tessiner Radio RSI. Eigentlich hätte der Karneval bis Dienstag dauern sollen.

Die Tessiner Grünen, die Kommunistische Jugend und die Bewegung «Sensogiovane» verlangen nun, dass auch der grösste Tessiner Fasnachts-Anlass, der Rabadan in Bellinzona, annulliert wird. Die Organisatoren wollen jedoch daran festhalten.

Lega fordert Ausbürgerung

Die Tessiner Lega will durchsetzen, dass dem einen mutmasslichen Täter die Schweizer Nationalität aberkannt wird. Sie deponierte bei der Tessiner Regierung einen entsprechenden Vorstoss.

Die Tessiner SVP verlangt eine exemplarische Bestrafung der Täter und deren anschliessende Ausweisung.

(ht/sda)

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