20 mutmassliche Pädophile auf der Flucht
Schlag gegen internationalen Kinderpornoring
publiziert: Donnerstag, 4. Aug 2011 / 23:15 Uhr
Kinderporno-Club «Dreamboard»: Zugangskontrollen sollten das Netzwerk sichern (Symbolbild).
Kinderporno-Club «Dreamboard»: Zugangskontrollen sollten das Netzwerk sichern (Symbolbild).

Washington - US-Fahnder haben einen internationalen Kinderschänderring zerschlagen, der über das Internet Aufnahmen von brutalen sexuellen Übergriffen auf kleine Kinder verbreitete. Keines der Opfer auf den Bildern sei älter als zwölf Jahre, einige von ihnen seien Babys, sagte US-Justizminister Eric Holder am Mittwoch.

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«Die Mitglieder dieses verbrecherischen Netzwerks teilten einen wahnsinnigen Traum, die grösste Online-Gemeinde zur Förderung des Kindesmissbrauchs zu schaffen - aber für ihre Opfer war dies nichts anderes als der pure Alptraum», erklärte Holder.

Viele Aufnahmen zeigten deutlich, dass den kleinen Opfern bewusst Schmerzen zugefügt wurden, «wie es eine Regel» des Ring es vorgeschrieben habe. Viele der Kinder auf den Aufnahmen hätten eindeutig gelitten und geweint.

20 mutmassliche Pädophile auf der Flucht

52 von 72 Verdächtigen wurden laut den US-Behörden bisher festgenommen. Festnahmen gab es demnach auch in Kanada, Dänemark, Deutschland, Ecuador, Frankreich, Ungarn, Kenia, den Niederlanden, den Philippinen, in Katar, Serbien, Schweden und der Schweiz.

Laut US-Justizministerium laufen die Ermittlungen gegen den Ring seit 2009. Insgesamt gebe es 72 Verdächtige aus 14 Staaten, 20 von ihnen seien den Ermittlern bislang aber nur unter ihrem Pseudonym bekannt.

13 der Festgenommenen hätten bereits gestanden, vier von ihnen seien in den USA zu Haftstrafen von bis zu 30 Jahren verurteilt worden. An der «Operation Delego» waren laut Ministerium auch die EU-Justizbehörde Eurojust sowie «dutzende Polizeibehörden weltweit» beteiligt. Das US-Justizministerium bezeichnete die Fahndung als die bisher grösste Aktion gegen Kinderpornographie in den USA.

Strikte Zugangskontrollen

Die Mitgliedschaft in dem Kinderporno-Club namens «Dreamboard» wurde nach Angaben von Holders Staatssekretär Lanny Breuer von den Administratoren strikt kontrolliert. Um aufgenommen zu werden, mussten die Antragsteller selbst kinderpornographisches Material hochladen und zum Erhalt ihrer Mitgliedschaft ständig neue Bilder und Videos nachliefern.

(dyn/sda)

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