Vorwahl in Florida
Schlagabtausch zwischen Clinton und Sanders
publiziert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 09:41 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 11:01 Uhr

Washington - Hillary Clinton und Bernie Sanders haben sich in einer TV-Debatte einen harten Schlagabtausch geliefert. Beide Bewerber für die US-Präsidentschaft umwarben vor der nächsten Vorwahl am kommenden Dienstag in Florida die dort zahlreichen spanischsprachigen Wähler.

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Clinton und Sanders sprachen sich am Mittwoch (Ortszeit) gegen Zwangsabschiebungen von Einwanderer-Kindern und von nicht straffällig gewordenen Immigranten ohne gültige Papiere aus. Clinton erklärte, sie wolle in erster Linie «gewalttätige Kriminelle, Terroristen und all die abschieben, die unsere Sicherheit gefährden».

Sanders bezog deutlicher Stellung gegen die von der derzeitigen Regierung unter Präsident Barack Obama betriebene Politik der Abschiebungen. Er halte diese Politik für falsch und stimme ihr nicht zu, sagte Sanders.

Clinton warf Sanders vor, im Jahr 2007 gegen einen Gesetzentwurf zur Einwanderungsreform gestimmt zu haben. Sanders gab zurück, Clinton sei früher dafür eingetreten, keine Führerscheine an Einwanderer ohne gültige Papiere auszugeben.

Irak-Krieg und Wall Street

Weitere Streitpunkte waren der Irak-Krieg, Clintons Verbindungen zur Wall Street und zu grossen Unternehmen, die Gesundheitspolitik und Studiengebühren für staatliche Universitäten.

Die Vorwahl in Mississippi hatte Clinton, die von der überwältigenden Unterstützung durch schwarze Wähler profitierte, am Dienstag klar gewonnen. In Michigan, wo Meinungsforscher ebenfalls einen Clinton-Sieg erwartet hatten, setzte sich dagegen Sanders durch. Der Senator für Vermont, der sich als «demokratischer Sozialist» bezeichnet, kam dort auf knapp 50 Prozent, die ehemalige First Lady auf rund 48 Prozent der Stimmen.

Am kommenden Dienstag stehen ausser in Florida Vorwahlen auch in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Ohio und Illinois an. Die Vorwahlen bei Demokraten und Republikanern ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ehe die Kandidaten auf den Parteitagen gekürt werden. Die USA wählen am 8. November ein neues Staatsoberhaupt. Der Demokrat Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

(cam/sda)

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Hillary Clinton kann es doch kaum besser laufen.
Beim Super-Tuesday hat sie nicht nur B. Sanders in Schach gehalten, nein, sie hat dominiert und setzt sich weiter ab. Rechnet man dann noch die Superdelegierten dazu, die sich jetzt schon offen zur einzigen weiblichen Kandidatin bekannt haben, dürfte B. Sanders nicht mehr ansatzweise die Chance haben, sie noch einzuholen.
Mindestens genauso gut, wenn nicht gar aktuell noch besser, läuft es für H. Clinton beim Vorentscheid der Republikaner. D. Trump fährt weiter reihenweise Siege ein, der Gegner, der gegen H. Clinton vermutlich keine Chance hat. Die Verzweiflung des republikanischen Establishments kann man daher schon bis über den Atlantik riechen. Der Duft verbreitet sich mit jedem Regentropfen, der gerade zu Boden fällt. Und man ahnt, welche Überlegungen hier beim republikanischen Establishments vor sich gehen.
Erstens: wie kann man D. Trump noch verhindern, damit T. Cruz oder M. Rubio eine Chance haben.
Zweitens: soll man bei der Nominierung von D. Trump von ihm gar abrücken und freiwillig das Rennen ums Präsidentenamt aufgeben, um die Zukunft der Partei zu retten?
Je länger diese Überlegungen bei den Republikanern andauern und je länger vor allem M. Rubio die Stimmen abgeraben werden, desto mehr darf sich H. Clinton heimlich freuen.
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