Verbesserung der Heilungschancen
Schlaganfall: Sofortdiagnose per Mikrowellenhelm
publiziert: Donnerstag, 19. Jun 2014 / 12:25 Uhr
Das Gerät ist bereits auf dem Weg ins Krankenhaus einsetzbar.(Symbolbild)
Das Gerät ist bereits auf dem Weg ins Krankenhaus einsetzbar.(Symbolbild)

Göteborg - Forscher der Chalmers University of Technology in Kooperation mit der Sahlgrenska Academy und dem Sahlgrenska University Hospital haben einen Helm entwickelt, der schnell feststellen kann, ob ein Patient einen Schlaganfall erlitten hat.

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Damit würden sowohl Diagnose als auch Behandlung eines Schlaganfalls deutlich beschleunigt sowie die Heilungschancen verbessert.

Positive Tests mit 45 Patienten

Der Helm gibt Mikrowellen an das Gehirn ab, um festzustellen, ob es zu einer Blutung oder einem Gerinnsel gekommen ist. Die Forscher planen nun, das Gerät Ambulanzteams mitzugeben. Tests mit 45 Patienten verliefen bereits positiv. Bei einem Schlaganfall ist das schnelle Reagieren von Bedeutung, um den am Gehirn entstehenden Schaden so gering wie nur möglich zu halten. Dauert es mehr als vier Stunden bis zur Einlieferung ins Krankenhaus, können Teile des Gehirngewebes bereits begonnen haben abzusterben.

In einem ersten Schritt ist bei der Behandlung festzustellen, ob der Schlaganfall durch ein geschädigtes Blutgefäss oder durch eine Blockade im Zuge eines Gerinnsels entstanden ist. Ein CT-Scan macht die Ursache sichtbar. Es kann jedoch einige Zeit dauern, bis diese Untersuchung stattfinden kann. Das dann auch dann der Fall sein, wenn ein Patient als Notfall in ein Krankenhaus eingeliefert wird, das über ein derartiges Gerät verfügt. Jede Verzögerung in der Behandlung kann jedoch die Heilungschancen negativ beeinflussen.

Prototyp umgebauter Fahrradhelm

Der Helm kann bereits auf dem Weg ins Krankenhaus eingesetzt werden. Die Funktion beruht auf Mikrowellen, wie sie von Mikrowellenherden und Handys in viel geringerem Umfang abgegeben werden. Tests mit einem ersten Prototyp, einem umgebauten Fahrradhelm, zeigten, dass das Gerät genau zwischen Blutungen und Gerinnseln im Gehirn unterscheiden kann. Die Genauigkeit liegt allerdings nicht bei 100 Prozent.

In der Zwischenzeit wurde ein weiterer Helm entwickelt und getestet, der sich besser den verschiedenen Kopfformen der Patienten anpasst. Er wurde im örtlichen Krankenhaus mit Unterstützung des Pflegepersonals und der Patienten getestet. Das Gerät soll in Zukunft so weiterentwickelt werden, dass des in das Kissen passt, auf dem der Kopf des Patienten ruht.

Laut den Wissenschaftlern sind weitere Tests erforderlich. Der Helm könnte jedoch in Zukunft eine wertvolle Unterstützung bei der Behandlung von Schlaganfällen werden. Andere Diagnosemethoden sind laut dem Fachmagazin "Transactions on Biomedical Engineering" wahrscheinlich ergänzend weiterhin einzusetzen.

(ig/pte)

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