Schleudertrauma-Renten werden neu geprüft
publiziert: Donnerstag, 16. Dez 2010 / 20:53 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Dez 2010 / 22:32 Uhr
Paul Rechsteiner.
Paul Rechsteiner.

Bern - Seit Inkrafttreten der 5. IV-Revision haben Patienten mit organisch nicht erklärbaren Schmerzstörungen keinen Anspruch mehr auf eine Rente. Nun geraten auch Renten unter Druck, die vor dem Jahr 2008 bei solchen Diagnosen gesprochen wurden.

2 Meldungen im Zusammenhang
Der Nationalrat ist am Donnerstag dem Erstrat gefolgt und hat mit 116 zu 63 beschlossen, alle Renten zu überprüfen, die aufgrund von klinisch nicht nachweisbaren Beschwerdebildern vor Anfang 2008 erteilt wurden. Einzig über 55-Jährige sowie Personen, die seit mehr als 15 Jahren eine Rente beziehen, haben eine Besitzstandsgarantie.

Der Bundesrat möchte mit der in der Schlussbestimmung der 6. IV-Revision festgehaltenen Regel zwei Bundesgerichtsurteile umsetzen. Die Lausanner Richter hatten entschieden, dass wegen einer somatoformen Schmerzstörung oder eines Schleudertraumas kein Anspruch auf eine IV-Rente entsteht.

Diskriminierend und unklar für die Linke

Es sei diskriminierend, eine Gruppe Menschen wegen eines bestimmten Krankheitsbildes von der IV auszuschliessen, kritisierte Silvia Schenker (SP/BS).

Es sei nicht klar, welche Pathologien genau unter die Definition «pathogenetisch-ätiologisch unklare syndromale Beschwerdebilder» fielen, sagte Paul Rechsteiner (SP/SG) mit Verweis auf Stellungnahmen von Ärzteorganisationen. Zu befürchten sei deshalb, dass auch psychische Krankheiten unter diese Bestimmung fallen.

Diese Angst sei unbegründet, sagte Gesundheitsminister Didier Burkhalter. Nicht geprüft würden psychische Krankheiten wie Depressionen, Psychosen, Schizophrenie oder schwere Persönlichkeits- oder Essstörungen.

Die Renten würden nicht einfach gestrichen. Wie bei anderen IV-Rentenbezügern werde geprüft, ob eine Wiedereingliederung möglich sei, sagte Burkhalter.

Für Toni Bortoluzzi (SVP/ZH) ist es dringend nötig, dass diese Renten überprüft werden. Das diene der Glaubwürdigkeit der Sozialversicherung, sagte er. Es sei zudem eine Frage der Gleichbehandlung zwischen Neu- und Altrentnern.

Gegen Behinderten-Quoten

Zuvor hatte sich die grosse Kammer mit 114 zu 74 Stimmen gegen Behinderten-Quoten für Unternehmen ausgesprochen. Firmen mit mehr als 250 Arbeitsplätzen wären damit verpflichtet worden, mindestens 1 Prozent der Stellen für Behinderte zu reservieren, denen im Rahmen der 6. IV-Revision die Rente gekürzt wird.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Mit der 6. Revision soll die ... mehr lesen
Die Abschaffung des vierstufigen IV-Rentensystems stösst auf Ablehnung.
Zu den Symptomen von Schleudertrauma gehören etwa diffuse Kopfschmerzen.
Luzern - Ein Schleudertrauma kann ... mehr lesen 5
Schleudertrauma-Renten...
...dass in der Schweiz um Faktoren mehr Schleudertrauma-Geschädigte existieren und eine Rente beziehen, verglichen mit dem Ausland, ist ja schon sehr erstaunlich.

Können die Ärzte denn nichts tun oder wollen sie nicht? Leider kennen Ärzte teilweise nicht mal alternative - und höchst wirkungsvolle - Alternativen zur Behandlung wie z.B. Atlantotec (http://www.atlantotec.com).
Einige Wenige
sind überhaupt für die ganzen Sozialabbauprogramme verantwortlich.
Ohne die unsägliche Kriminalisierung aller Sozialbezüger (vor allem durch die SVP) hätten wir immer noch vernünftige und gerechte Sozialsysteme. Davon verabschieden wir uns aber auf Raten.
Die ALV ist mit Annahme der Revision völlig ungerecht geworden.
Sozialhilfeempfänger sollen jetzt auch noch Steuern dafür zahlen, obwohl man ja Sozialhilfe wieder zurückzahlen muss!
Wer IV beziehen muss/will, ist sofort verdächtig und fühlt sich schuldig und hat ein schlechtes Gewissen, bzw. muss jahrelang kämpfen, egal wie offensichtlich die Behinderung ist.
Sämtliche nicht sichtbaren Behinderungen/Verletzungen werden kaum noch berücksichtigt, da hat man eben einfach Pech gehabt, wenn man sowas hat. Das ist alles sehr unschweizerisch, aber dahin führen uns die rechtsbürgerlichen eben.
Und wenn mal etwas vernünftiges da wäre, wie das Rentenalter zu erhöhen, versenkt dies die SVP aus fragwürdigen Motiven.
Och, dachte schon
ich könne Thomy auf "Brotkummenreichen" testen.

Einige wenige haben die echten Opfer von Schleudertraumas in Verruf gebracht. Wie so oft zahlen viele für einige, die das fürsorgliche System missbrauchen.
Wie so oft, wenn es um Missbrauch von staatlicher Fürsorge geht, treffen sich geldgierige Anwälte und Nutzzieher der Sozialwerke. Die Anwälte sind meist Schweizer. Bei den ungerechtfertigten Nutzniessern wird nach der Ausschaffungsabstimmung hoffentlich aufgeräumt.
Das würde schon einiges in die Kassen spülen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt - auf heute 1,2 Millionen Menschen. 2013 hatten die Vereinten ... mehr lesen
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. Die Stadt Wil wurde von Pro Infirmis Schweiz als Pilotgemeinde ausgewählt. Bereits wurden 100 Objekte erfasst. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 8°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 8°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 13°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 7°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 10°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 8°C 20°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen stark bewölkt, Regen
Lugano 11°C 17°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, starker Regen Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten