Schlierenzauer überragend - Ammann mit viel Pech
publiziert: Sonntag, 25. Jan 2009 / 23:05 Uhr

Simon Ammann wird im nächsten Jahr nicht unbedingt mit den besten Erinnerungen zu den Olympischen Winterspielen zurückkehren. Am Samstag musste der Toggenburger die Weltcupführung an Gregor Schlierenzauer abtreten. Am Sonntag spielte der Wind sein Spiel mit Ammann.

Gregor Schlierenzauer: Doppelsieger in Vancouver/Whistler.
Gregor Schlierenzauer: Doppelsieger in Vancouver/Whistler.
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Schon bei 124 m setzte Ammann im ersten Durchgang des zweiten Tages in der Landebahn auf. Dies bedeutete lediglich den 16. Zwischenrang, und dafür gab es eine Erklärung. «Er hatte total schlechte Verhältnisse. Da lag nicht mehr drin. Die Bedingungen können wir nicht beeinflussen», erklärte Coach Martin Künzle.

Welch grossartiger Kämpfer er ist, bewies Ammann kurze Zeit später im Final. Er segelte auf 140 m, was die Verbesserung um zehn Positionen auf den 6. Schlussrang bedeutete. «Ich bin zufrieden. In technischer Hinsicht hat Simon den zweiten Sprung genau gleich hingekriegt. Aber da war der Wind besser, und deshalb ist er weiter geflogen», sagte Künzle.

Fehlendes Timing am Samstag

Am Samstag hatte Ammann im Final das Timing beim Absprung nicht ganz richtig hingekriegt. Der Weltmeister erreichte so den 4. Rang und musste die gelbe Startnummer des Weltcupleaders an Gregor Schlierenzauer abtreten. Mit dem Ergebnis vom Sonntag vergrösserte sich Ammanns Rückstand im Weltcup auf Schlierenzauer auf 108 Punkte.

«Schlieri» ist der Mann der Stunde. Seit dem Skifliegen am Kulm befindet er sich im Aufwind. Seinem Sieg am Samstag liess «Schlieri» am Sonntag einen Triumph folgen, der seinesgleichen sucht. Weil sich der Aufwind verstärkte, flog er auf 149 m, weit über den kritischen Punkt der Schanze hinaus.

Schlierenzauer hielt stand

Trotz des grossen Druckes vermochte Schlierenzauer seinen Sprung zu stehen. Unmittelbar vor ihm war schon Ville Larinto (Fi) auf die gleiche Weite gekommen, hatte aber nach der Landung in den Schnee greifen müssen.

«Der Entscheid der Jury, den Wettkampf durchzuziehen, war mutig. Dass Schlierenzauer seinen Flug stehen konnte, verdient allen Respekt. Hut ab vor seiner Leistung», meinte Künzle.

Morgenstern wird Zweiter

Am Samstag hatte der Vierschanzentournee-Sieger Wolfgang Loitzl den 2. Platz belegt, am Sonntag kam Thomas Morgenstern auf die beste Position hinter Schlierenzauer. Die Österreicher sind weiterhin die Grossmacht im Skispringen. In den letzten sechs Wettkämpfen gab es für Schlierenzauer fünf Siege sowie einen 2. Rang, und seine Teamkollegen folgten ihm meist dicht auf den Fersen.

Im kleinen Schweizer Lager stellte es gestern Sonntag beinahe ein Novum dar, dass Andreas Küttel für einmal vor Simon Ammann klassiert war. Diese Situation hatte aber nur für den ersten Durchgang Gültigkeit. Zwar vermochte sich Küttel im Final um 4 m zu steigern, doch sein 11. Rang hatte Bestand.

Aufbautraining oder Japan?

Diese Klassierung hatte der Einsiedler schon am Samstag erreicht. Heute Montag will die kleine Truppe entscheiden, ob sie mit dem Weltcup nach Sapporo (Jap) reist oder ob mit der Rückkehr in die Schweiz ein Aufbautraining in Angriff genommen wird.

Die Olympia-Schanzen fanden bei den Athleten und ihren Betreuern einhellig Anklang. Sie erlaube einen guten Rhyhtmus und sei perfekt zu springen, meinte Künzle. Mit der flachen Flugkurve kommt sie den Weitenjägern entgegen.

(tri/sda)

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