Schlussspurt in der WM-Qualifikation
publiziert: Samstag, 12. Nov 2005 / 08:31 Uhr / aktualisiert: Samstag, 12. Nov 2005 / 09:49 Uhr

In den kommenden Tagen werden die letzten fünf WM-Plätze verteilt. Schaffen es die Favoriten Tschechien und Spanien?

Auch der «Schweizer» Scott Chipperfield hofft mit Australien auf ein WM-Ticket.
Auch der «Schweizer» Scott Chipperfield hofft mit Australien auf ein WM-Ticket.
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In Europa hoffen neben der Schweiz und der Türkei auch Tschechien und Norwegen sowie Spanien und die Slowakei, via Barragespiele zum Saisonhöhepunkt nach Deutschland zu gelangen.

Am klarsten scheinen die Rollen im Duell Slowakei gegen Spanien verteilt. Alles andere als eine Qualifikation der Iberer wäre eine grosse Überraschung. «Für die Barrage gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir gewinnen oder wir gewinnen. Eine Alternative gibt es nicht», sagte Spaniens Nationalcoach Luis Aragones vor dem Hinspiel in Madrid.

Keine WM ohne Spanien

Und Goalie Iker Casillas meint: «Eine WM ohne Spanien ist unvorstellbar.»

Die Selección, die zuletzt 16 Spiele in Folge ohne Niederlage blieb und damit wie die Schweiz ungeschlagen Gruppenzweiter wurde, war seit 1978 bei allen Weltmeisterschaften dabei.

Ausgerechnet 1974, als die WM ebenfalls in Deutschland stattfand, scheiterten die Spanier letztmals. Sie scheiterten in zwei Entscheidungsspielen an Jugoslawien.

«Sie müssen, wir wollen»

Die Slowakei stört sich an der Aussenseiterrolle nicht, im Gegenteil. «Die Spanier stehen unter grösserem Druck als wir. Sie müssen gewinnen, wir wollen», so Verteidiger Vratislav Gresko, der die schwierige Aufgabe hat, das spanische Sturmduo Raul und Fernando Torres zu neutralisieren.

«Mit einem Remis oder einer knappen Niederlage in Madrid hätten wir zu Hause noch alle Chancen», rechnet Wolfsburgs Miroslav Karhan vor.

Das Rückspiel am Mittwoch in Bratislava gilt in der Slowakei bereits als «Spiel des Jahrhunderts».

Verärgerte Tschechen

Taktische und spielerische Überlegungen waren im Vorfeld des tschechischen Gastspiels in Norwegen sekundär.

Selbst das Comeback von Spielmacher Pavel Nedved ging beinahe unter, weil für einmal das Terrain allen Akteuren die Show stahl.

Starker Regen und zwei Cupfinals am letzten Wochenende haben den Rasen des Osloer Ullevaal-Stadions derart mitgenommen, dass zwischenzeitlich sogar überlegt wurde, die Partie an einem anderen Ort durchzuführen.

Unterschiedliche Spielweisen

Die Tschechen sehen sich durch die Spielbedingungen klar benachteiligt. «Für unsere Spielweise brauchen wir einen guten Platz. Wir waren schockiert, als wir den Rasen in Oslo sahen, wenn man überhaupt von Rasen sprechen kann», so Tschechiens Captain Tomas Galasek.

Der holprige Untergrund kommt tatsächlich den Norwegern entgegen, die mehrheitlich mit langen Bällen in die Spitze agieren. Die Tore soll Lyons John Carew, Norwegens Spieler des Jahres, schiessen.

Trotz der schwierigen Umstände bleibt das torgefährliche Tschechien klarer Favorit. Während die Osteuropäer in der regulären WM-Qualifikation 35 Tore erzielten, traf Norwegen in zehn Spielen lediglich zwölf Mal.

Eine Revanche und ein Neuling

Ausserhalb Europas kommt es zu zwei interkontinentalen Duellen um WM-Tickets. Der Sieger von Trinidad und Tobago gegen Bahrain reist zum ersten Mal an eine Weltmeisterschaft.

Die vom ehemaligen GC-Coach Leo Beenhakker betreuten Mittelamerikaner wären mit 1,1 Millionen Einwohner das kleinste in Deutschland vertretene Land. Bisanter sind die Begegnungen zwischen Uruguay und Australien.

Die neu von Guus Hiddink trainierten Socceroos haben schlechte Erinnerungen an die Barrage und speziell an Uruguay. Vor vier Jahren scheiterten gegen die Südamerikaner, wobei vor allem die hitzige Atmosphäre mit Spuckattacken und Pöbeleien im Rückspiel in Montevideo zu Reden gab.

Diesmal hat Australien mit den «Schweizern» Ljubo Milicevic, Joël Griffiths und Scott Chipperfield den Vorteil, zunächst auswärts antreten zu können.

(rr/Si)

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