Schmähpreis für Roche und Royal Bank of Canada
publiziert: Mittwoch, 27. Jan 2010 / 16:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Jan 2010 / 16:49 Uhr

Davos - Der Basler Pharmakonzern Roche und die nichtstaatliche Royal Bank of Canada haben am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos die diesjährigen «Public Eye Awards» erhalten.

Der Verdacht liegt nahe, dass Roche in China mit Organen von hingerichteten Gefangenen forscht.
Der Verdacht liegt nahe, dass Roche in China mit Organen von hingerichteten Gefangenen forscht.
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Public Eye
Die Nominierungen.
www.publiceye.ch

Roche erhielt den Schmähpreis wegen undurchsichtiger Studien zum Medikament Cell Cept, das die Organabstossung verhindern soll, teilten die Organisatoren mit.

Roche führe die Studien in China durch, obwohl dort mehr als 90 Prozent aller transplantierten Organe von hingerichteten Gefangenen stammten. Der Konzern wolle oder könne nicht sagen woher die Organe für seine Studien kommen. Für den «Swiss Award» nominiert waren neben Roche auch die Agentur Farner PR sowie das Internationale Olympischen Komitee.

Online Abstimmung gegen Roche

Der Pharmakonzern erhielt zudem den «People's Award». Mehr als 20'000 Personen hatten sich an der Online-Abstimmung beteiligt, wie es im Communiqué der Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace heisst.

Die Doppelauszeichnung zeige, dass Fachjury und Internet-Gemeinde die Geschäftspraktiken von Roche gleichermassen scharf verurteilten. Die Fachjury bestand aus je drei Mitgliedern der EvB und Greenpeace.

Finanzierung des «dreckigsten Rohöls der Welt»

Die Royal Bank of Canada gewann die ungeliebte Auszeichnung wegen seiner Rolle als weltweit führender Financier der Ölsandkonzerne. Diese fördern in der Provinz Alberta auf einer Fläche grösser als die Schweiz und Österreich zusammen das «dreckigste Rohöl der Welt», lautet der Vorwurf.

Für den «Global Award» waren zudem gleich zwei Konzerne aus Frankreich nominiert; Der Stahlkonzern «Arcelor Mittal» und der Energieversorger GDF Suez.

Am elften «Public Eye» in Davos verlieh die Fachjury erstmals den «Greenwash Award», bei dem es um die «unglaubwürdigsten Sozial- und Öko-Label» ging. Erhalten hat den Schmähpreis das im Rahmen des Global Compact lancierte UNO-Wassermandat.

(fest/sda)

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