Schmid: Sicherheitslage nicht grundlegend verändert
publiziert: Montag, 15. Mrz 2004 / 16:54 Uhr

Bern - Vier Tage nach den Anschlägen in Madrid gibt es laut Bundesrat Samuel Schmid keine Hinweise auf Attentatsziele in der Schweiz. Der Sicherheitsausschuss des Bundesrates sei aber jederzeit in der Lage, die Dispositive anzupassen.

Die Schutzmassnahmen des Bundes würden laufend überprüft und angepasst, teilt Schmid mit.
Die Schutzmassnahmen des Bundes würden laufend überprüft und angepasst, teilt Schmid mit.
An der Sicherheitslage in der Schweiz habe sich nichts grundlegend geändert, hielt VBS-Chef Samuel Schmid als Präsident des bundesrätlichen Sicherheitsausschusses in einem Communiqué fest. Es sei auch keine erhöhte direkte Bedrohung von Botschaften oder anderer völkerrechlich geschützer Objekte und Personen ersichtlich.

Sollten sich aber die Hinweise auf einen radikalislamistischen Hintergrund der Attentate von Madrid bestätigen, kann die Schweiz laut Schmid nicht davon ausgehen, dass sie bewusst und auf längere Zeit verschont bleiben wird. Angriffsobjekte waren keine Symbole der Macht oder der Wirtschaft, Angriffsobjekte waren unschuldige Zivilisten, schreibt Schmid.

Die Schutzmassnahmen des Bundes würden - wie seinerzeit nach dem 11. September 2001 - laufend überprüft und angepasst, teilt Schmid mit. Sie bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Auf die subsidiären Sicherheitseinsätze der Armee zur Botschaftsbewachung hätten die Attentate von Madrid keine operationellen Konsequenzen gehabt.

Als Präsident des Sicherheitsausschusses wird Schmid seit den Attentaten von Madrid von den zuständigen nachrichtendienstlichen Stellen rund um die Uhr aufdatiert.

(bert/sda)

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