Schmid zieht positive Bilanz der Sicherheitskonferenz
publiziert: Sonntag, 10. Feb 2008 / 19:56 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 10. Feb 2008 / 20:43 Uhr

München - Die USA erklären den Kampf gegen den Terror in Afghanistan zur Existenzfrage für die NATO. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz warf US-Verteidigungsminister Robert Gates europäischen Verbündeten Versagen im umkämpften Süden Afghanistan vor.

Bundesrat Samuel Schmid zog eine positive Bilanz. (Archivbild)
Bundesrat Samuel Schmid zog eine positive Bilanz. (Archivbild)
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Pläne Deutschlands, in diesem Jahr mindestens 1000 Soldaten mehr an den Hindukusch zu schicken, konnten Gates Generalabrechnung nicht entschärfen. Deutschland lehnt weiter strikt ab, Soldaten in den Süden zu entsenden, wo die NATO gegen die radikal-islamischen Taliban kämpft.

Angesichts zahlreicher Krisenherde rund um den Globus pochte unterdessen Russlands Vizeregierungschef Sergej Iwanow auf eine gleichberechtigte Führungsrolle neben den USA. 2020 wolle Russland zu den fünf grössten Volkswirtschaften gehören, sagte Iwanow.

Russland will «angemessenen» Platz

Russland müsse einen «angemessenen Platz» in der Weltpolitik einnehmen. Zugleich betonte er, Russland und die USA hätten die Pflicht, gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen zu kämpfen. EU-Chefdiplomat Javier Solana gestand Russland zwar eine Schlüsselrolle bei der weltweiten Bekämpfung von Konflikten zu. Zugleich forderte er das Land aber zu mehr Rechtsstaatlichkeit auf.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan reklamierte derweil mit Blick auch auf das Blutvergiessen im Nahen Osten eine zentrale Vermittlerrolle seines Landes. Ausserdem forderte er faire Verhandlungen über einen Beitritt zur Europäischen Union. Der Beitritt wäre ein positives Signal für die gesamte muslimische Welt, sagte er.

An der zweitägigen Konferenz, die am Sonntag zu Ende ging, nahmen 350 Gäste teil, unter ihnen Bundesrat Samuel Schmid. Die Schweiz zog insgesamt eine positive Bilanz der Konferenz.

(tri/sda)

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