Schneider-Ammann will «FDP» nicht aufgeben
publiziert: Freitag, 15. Aug 2008 / 09:59 Uhr

Bern - FDP-Nationalrat Johann Schneider-Ammann kritisiert die Pläne seines Partei-Präsidenten Fulvio Pelli, den Namen FDP in FLP zu ändern. «Der Name ist bei der FDP nicht das Problem», sagte Schneider-Ammann dem «Tages-Anzeiger» vom Freitag.

«Zurück zu Kernthemen»: Johann Schneider-Ammann.
«Zurück zu Kernthemen»: Johann Schneider-Ammann.
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Seine Partei habe schon genug Baustellen. «Wir sollten daher nicht noch den Parteinamen in Frage stellen, denn er ist etwas Zentrales und stabilisiert», sagte er im Interview. «Wer ihn ändern will, braucht wie bei einem Unternehmen zwingende Gründe dafür. Diese fehlen.»

Einen neuen Namen zu etablieren, sei «nicht einfach». Schneider-Amman verwies auf seine Erfahrung als Präsident des Verbandes der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem). Es habe Jahre gebraucht, den Namen Swissmem bei den Mitgliedern und ausserhalb zu verankern.

Forderung der Liberalen

Die FDP - seit Jahren am Schrumpfen - möchte mit den Liberalen fusionieren. Diese fordern, ihr Parteiname dürfe nach einer Fusion nicht gänzlich verschwinden - die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) müsse in Freisinnig-Liberale Partei (FLP) umbenannt werden.

Um zu alter Stärke zurückzufinden müsse sich die FDP auf ihr «Kernthema», die Wirtschaft, konzentrieren. «Denn die Wirtschaft, das sind wir - die Arbeitsplätze gehen uns alle an», sagte der Unternehmer. Seine Partei müsse wieder als kompetenteste Kraft in der Wirtschafts-, Steuer- und Finanzpolitik wahrgenommen werden.

Will kein «Leuchtturm» sein

Schneider Ammann ist einer von sechs FDP-Exponenten, die nach dem Willen von Partei-Präsident Pelli als «Leuchttürme» über die Partei hinaus strahlen sollen. Doch dem Berner Nationalrat scheint diese Rolle nicht zu behagen.

«Ach, dieser Begriff des Leuchtturms. Es gibt doch nur einen Leuchtturm und das ist die FDP selbst.» Schneider-Amman warnte vor einer zu starken Personifizierung, «denn all jene, die nicht als Leuchttürme gelten, können nicht gerade motiviert sein, Frontarbeit im Dienste der Partei zu leisten.»

Gefragt, ob mit Pelli der falsche Mann an der Parteispitze stehe, antwortete Schneider-Ammann diplomatisch: «Ich bin ihm dankbar, dass er sich zur Verfügung stellt.»

(ht/sda)

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