Erwartungen sind tiefgehalten
Schneider-Ammann zu Besuch in Teheran
publiziert: Freitag, 26. Feb 2016 / 18:45 Uhr
Schneider-Ammann sieht die Chancen für den Export als gut.
Schneider-Ammann sieht die Chancen für den Export als gut.

Teheran - Bundespräsident Johann Schneider-Ammann ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch im Iran eingetroffen. Nach der Aufhebung der Sanktionen sieht der Wirtschaftsminister viele Chancen für die Schweizer Exporteure. Gleichzeitig hält er die Erwartungen tief.

1 Meldung im Zusammenhang
Am innerstädtischen Flughafen der iranischen Hauptstadt Teheran wurde Schneider-Ammann vom Industrieminister der Islamischen Republik, Mohammad Reza Nematzadeh, empfangen. Begleitet wird der Bundespräsident von einer grossen Delegation aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Während der Anreise sagte Schneider-Ammann gegenüber der Nachrichtenagentur sda, dass man in den kommenden Tagen zahlreiche Gespräche führen und Kontakte knüpfen wolle.

Die Erwartung, einen grossen Vertragsabschluss in irgendeiner Form präsentieren zu können, habe er indes nicht. Die Wirtschaft des Irans öffne sich erst sehr langsam, was wie ein Marathonlauf sei und nicht mit einem 100-Meter-Sprint zu vergleichen.

Für die Schweizer Wirtschaft sieht er beispielsweise gute Chancen auf dem iranischen Markt im Bereich Pharma, der Medizintechnik, im Energiesektor und bei der Infrastruktur. Häufig sei aber gerade für Schweizer Unternehmen die Finanzierung bei Geschäften mit dem Iran ein Thema, weshalb auch die Fragen zur möglichen Durchführung von Finanzdienstleistungen bei den Gesprächen vertieft werden sollen.

Auf die Frage, ob er auch die Missstände bei den Menschenrechten im Iran in seinen Zusammenkünften thematisieren werde, antwortete der Bundespräsident: Ja, sicher, denn bei den guten Beziehungen zwischen Iran und der Schweiz könne man auch Punkte diskutieren, wo man nicht einer Meinung sei.

Schneider-Ammanns umschiffen Kopftuchgebot

In der Iranischen Republik müssen Frauen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen. Da machen auch Staatsbesuche keine Ausnahme, wie die Visite des österreichischen Präsidenten mit seiner Ehefrau in Teheran vor einigen Monaten gezeigt hatte.

Diese Situation blieb bei der Familie Schneider-Ammann erspart, denn die Ehefrau ist bei der Stippvisite gar nicht erst mitgekommen. Zu diesem Umstand sagte Schneider-Ammann gegenüber der sda, dass er mit seiner Frau vor dem Einstieg in die Politik vereinbart habe, sie aus diesen Bereichen herauszuhalten.

Nach dem Empfang auf dem Flughafen in Teheran schlängelte sich der Konvoi der Schweizer Delegation durch den dichten Abendverkehr in der Hauptstadt. Hunderte Polizisten sperrten den Weg in die Schweizer Botschaft, wo am Abend ein Empfang stattfindet.

Am Samstag steht für Schneider-Ammann eine Zusammenkunft mit Präsident Hassan Ruhani auf dem Programm. Zudem geht es zu Gesprächen in die iranische Handelskammer. Am Sonntag steht dann ein Besuch der Universität Teheran an, wo der Schweizer Bundespräsident einen Vortrag vor iranischen Wirtschaftsstudenten halten soll.

(kris/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Teheran - Bundespräsident Schneider-Ammann ist am Samstag in Teheran vom iranischen Präsidenten Hassan Ruhani mit militärischen Ehren empfangen worden. ... mehr lesen
Schneider-Ammann hat seinen zweitägigen Besuch fortgesetzt.
Burkhalter nahm an der Grundsteinlegung eines Gebäudes teil, das bei Naturkatastrophen Unterschlupf gewähren soll.
Burkhalter nahm an der Grundsteinlegung eines Gebäudes teil, das bei ...
Uruguay-Besuch  Nueva Helvecia - Bundesrat Didier Burkhalter hat am Freitag in der uruguayischen Stadt Nueva Helvecia Nachkommen von Schweizer Einwanderern getroffen. Zudem nahm er an der Grundsteinlegung eines Gebäudes teil, das bei Naturkatastrophen Unterkunft gewähren soll. 
«Incidental Space»  Bern/Venedig - Bundesrat Alain Berset eröffnet morgen Freitag in den Giardini den Schweizer Pavillon auf ...  
Die Sozialhilfe sei für gewisse junge Erwachsenen zu attraktiv.
Bundesrat lehnt Vorstoss ab  Bern - Mittellose junge Erwachsene sollen weiterhin Geld von der Sozialhilfe erhalten. Der Bundesrat will die Unterhaltspflicht der Eltern vorerst ...  
Ein Maximalbetrag für Mietkosten wurde bewusst nicht festgelegt. (Symbolbild)
Sozialhilferichtlinien legen Augenmerk auf Wohnkosten Scuol GR - Die Konferenz der Sozialdirektorinnen und -direktoren (SODK) treibt die Revision der Sozialhilferichtlinien ...
Titel Forum Teaser
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 13°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 13°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Gewitter möglich
St. Gallen 14°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
Bern 13°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter Gewitter möglich
Luzern 14°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen gewitterhaft
Genf 12°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter Gewitter möglich
Lugano 16°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Gewitter möglich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten