Unterschiede bis Pubertät feststellbar
Schnelle Beatmung ist bei Frühchen besser für Lungen
publiziert: Sonntag, 23. Mrz 2014 / 23:59 Uhr
Die meisten Kinder werden derzeit mit rund 30 Atemzügen pro Minute unterstützt.(Symbolbild)
Die meisten Kinder werden derzeit mit rund 30 Atemzügen pro Minute unterstützt.(Symbolbild)

London - Eine sehr schnelle Beatmung mit etwa 600 Atemzügen pro Minute ist die beste Möglichkeit, die Lungen von extremen Frühchen zu schützen, wie das King's College London herausgefunden hat.

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Die meisten Kinder werden derzeit mit rund 30 Atemzügen pro Minute unterstützt. Laut den im New England Journal of Medicine veröffentlichten Ergebnissen ermöglicht ein sehr rasches, aber flaches Atmen langfristig eine bessere Lungenfunktion.

Daten von 319 Kindern untersucht

Die Wissenschaftler um Anne Greenough analysierten die Daten von 319 Kindern, die vor der 29. Schwangerschaftswoche auf die Welt gekommen waren, von der Geburt bis in die Pubertät. Sie verglichen, was mit den Lungen der Kinder geschah, die innerhalb einer Stunde nach der Geburt konventionell beatmet wurden mit jenen von Kindern, die eine Hochfrequenzoszillationsventilation (HFOV) erhalten hatten.

Die kleinen Atemwege der Kinder waren im Alter von elf bis 14 Jahren in einem besseren Zustand, wenn sie mit HFOV behandelt worden waren. Die Experten nehmen an, dass die geringere Luftmenge, die in die Lungen gepresst wird, weniger Schädigungen hervorruft als eine konventionelle Behandlung. Der Unterschied schien keine Auswirkungen auf das alltägliche Leben der Kinder zu haben.

Konventionelles Verfahren hinterfragt

Laut Greenough ist es bemerkenswert, dass die Unterschiede sogar noch in der Pubertät feststellbar sind. Eine schlechtere Lungenfunktion bei konventionell behandelten Personen könnte sie anfälliger für Infektionen oder eine Schädigung durch das Rauchen machen. Allein in Grossbritannien kommen rund 60'000 Kinder jährlich zu früh auf die Welt.

(ig/pte)

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