Schnyder und Hingis fordern Grand-Slam-Siegerinnen
publiziert: Samstag, 30. Sep 2006 / 14:26 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Sep 2006 / 14:51 Uhr

Das Zurich Open (14. bis 22. Oktober) verspricht Gala-Tennis: Gemeldet sind für das weltweit bedeutendste Frauen-Indoorturnier die Siegerinnen sämtlicher Grand-Slam-Turniere des Jahres sowie fünf weitere Top-10-Cracks, inklusive Patty Schnyder und Martina Hingis.

40 000 Besucherinnen und Besucher werden im Zürcher Hallenstadion erwartet.
40 000 Besucherinnen und Besucher werden im Zürcher Hallenstadion erwartet.
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Zurich open

www.zurichopen.net

Die Entry List lässt kaum Wünsche offen. Mit Ausnahme von Kim Clijsters (verletzt), Nadia Petrowa und Lindsay Davenport figurieren sämtliche Top-20-Cracks auf der Einschreibeliste. Als letzte Spielerin direkt ins Haupttablau gelangt Tennis-Model Maria Kirilenko (WTA 25); wer schlechter als auf Platz 65 klassiert ist, kann im Moment nicht einmal an der Qualifikation teilnehmen.

Der Kampf um Platz 1...

Im Hallenstadion wird in einem Kampf unter den drei Major-Siegerinnen auch vorentschieden, wer das Tennisjahr als Nummer 1 beendet. In der Pole-Position ist dabei die Weltranglisten-Erste Amélie Mauresmo, die heuer mit ihren beiden ersten grossen Titeln (Australian Open, Wimbledon) ihr «Loser-Image» abgestreift hat.

Über die beste Spätform wies sich Maria Scharapowa aus, die das US Open gewann. Fraglich von diesem Trio ist seit ihrer Knieverletzung aus dem Fedcup-Final Justine Henin-Hardenne. «Wir hoffen, dass sie sich rasch erholt und wie gewünscht antreten kann», erklärte Turnierdirektor Beat Ritschard. Obwohl er weiss, dass Absagen in dieser Phase des Jahres bis zuletzt stets drohen, ist er zuversichtlich: «Wir dürfen hoffen, dass das Feld sehr stark sein wird.»

...die Ambitionen der Schweizerinnen

Getragen vom Support der Zuschauer dürfen sich die Schweizerinnen am Heimturnier einiges ausrechnen. Schnyder hat in den letzten vier Jahren dreimal mindestens die Halbfinals erreicht und ist im Kampf um die Masters-Qualifikation auf Punktezuwachs angewiesen. «Es wird schwierig, aber ich bin zuversichtlich, dass mir erneut ein gutes Turnier gelingen wird und ich das Jahr erneut unter den Top 10 beenden kann», so die Weltnummer 8.

Die Augen der Fans werden aber insbesondere auf Hingis gerichtet sein, tritt die Ostschweizerin doch erstmals seit ihrem Comeback hierzulande auf. Ihre Erinnerungen an Zürich sind hervorragend. 2000 gewann Hingis nach etlichen gescheiterten Versuchen das Turnier im Schluefweg, seither hat sie nie mehr gespielt. In den beiden letzten Jahren gab sie als Botschafterin eine hervorragende Figur ab. «Sie ist sozusagen Titelverteidigerin», so Ritschard. Hingis selber freut sich: «Angesichts der starken Besetzung hoffe ich auf eine günstige Auslosung und auf einen grossen Publikumsaufmarsch.»

Grosse Konkurrenz aus dem Osten

Der heutigen Tennis-Weltkarte entsprechend erwächst den genannten Akteurinnen viel Konkurrenz aus dem Osten – elf der 21 direkt qualifizierten Spielerinnen stammen aus Osteuropa. Besonders stark vertreten ist Russland, das neben Scharapowa mit Swetlana Kusnezowa, Jelena Dementjewa, Dinara Safina, Anastasia Myskina und Kirilenko weitere fünf Exponentinnen stellt. Aussenseiterchancen werden dem 17-jährigen Supertalent Nicole Vaidisova (Tsch), den Serbinnen Ana Ivanovic und Jelena Jankovic sowie der stets gefährlichen slowakischen Beauty Daniela Hantuchova eingeräumt.

Keine Amerikanerin

Zumindest bisher ist das Sternenbanner nicht vertreten. Die drei derzeit einzigen valablen und interessanten US-Spielerinnen sind aus verschiedenen Gründen (noch?) nicht dabei. Verhandlungen mit dem Management der Williams-Schwestern gestalten sich traditionsgemäss extrem schwierig und Titelverteidigerin Lindsay Davenport möchte zwar antreten, wird aber von der WTA daran gehindert, weil sie es versäumt hat, rechtzeitig eine Vereinbarung mit der Tour zu unterschreiben. «Mehr kann ich dazu im Moment noch nicht sagen», so Ritschard, der mit der Vergabe der drei Wildcards wohl lange zuwarten wird.

40000 Zuschauer als Ziel

Nachdem die Premiere im Vorjahr noch nicht den erhofften Zuschauerboom ausgelöst hat, verspricht nun der Vorverkauf einiges. Bis Ende August sind schon 14 000 Tickets abgesetzt worden. «40 000 wären unser Ziel», formuliert Ritschard. Gespielt wird heuer auf Courts, die in einem dunklem Blauton gehalten sind und deutlich verbesserte Visibilität bieten. Der Montag wird zum Kids Day, an dem alle Kinder bis 17 Jahre eingeladen sind.

Grosse TV-Präsenz

Das Schweizer Fernsehen überträgt mit dem Kommentatoren-Duo Peter Minder/Heinz Günthardt jeweils um 17.50 Uhr den Hauptmatch. Ebenfalls präsent mit rund 20 Stunden Live-Tennis ist Eurosport.

Zurich Open (14. bis 22. Oktober/1,34 Mio Dollar/Halle). Entry List: 1 Amélie Mauresmo (Fr/WTA 1). 2 Justine Henin-Hardenne (Be/2). 3 Maria Scharapowa (Russ/3). 4 Swetlana Kusnezowa (Russ/5). 5 Jelena Dementjewa (Russ/6). 6 Patty Schnyder (Sz/8). 7 Martina Hingis (Sz/9). 8 Nicole Vaidisova (Tsch/10). 9 Dinara Safina (Russ/11). 10 Anastasia Myskina (Russ/13). 11 Francesca Schiavone (It/14). 12 Ana Ivanovic (Ser/15). 13 Anna-Lena Groenefeld (De/16). 14 Jelena Jankovic (Ser/17). 15 Mary Pierce (Fr/18). 16 Daniela Hantuchova (Slk/19). 17 Flavia Pennetta (It/20). 18 Shahar Peer (Isr/21). 19 Na Li (China/23). 20 Katarina Srebotnik (Sln/24). 21 Maria Kirilenko (Russ/25). -- Das 28-er-Feld wird komplettiert mit 3 Wildcards und 4 Qualifikantinnen.

Vorverkauf: 0901 56 44 56 (Fr. 1.95 pro Minute) und www.zurichopen.net

(von Marco Keller, Glattbrugg/Si)

 
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