Schüssel mit Koalitionsverhandlungen beauftragt
publiziert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 00:16 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 00:50 Uhr

Wien - Nach dem überraschenden Wahlsieg der Sozialdemokraten in Österreich zeichnet sich eine grosse Koalition mit der konservativen ÖVP des bisherigen Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel ab.

Schüssel dürfte es den Sozialdemokraten nicht leicht machen wollen.
Schüssel dürfte es den Sozialdemokraten nicht leicht machen wollen.
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Die ÖVP beauftragte Schüssel mit Koalitionsverhandlungen. Einen Tag nach ihrer schweren Niederlage bei der Nationalratswahl sprach die konservative Volkspartei (ÖVP) ihrem Vorsitzenden, Bundeskanzler Schüssel, das Vertrauen aus.

Nach Angaben des österreichischen ORF-Fernsehens beauftragte der ÖVP- Vorstand Schüssel, mit den Sozialdemokraten Koalitionsverhandlungen aufzunehmen.

Bundespräsident Heinz Fischer will am Dienstag zu ersten Gesprächen mit den beiden Parteichefs zusammenkommmen. Dabei wird der Kanzler traditionsgemäss den Rücktritt seines ganzen Kabinetts anbieten. Es wird allerdings damit gerechnet, dass Schüssel die Regierungsgeschäfte bis zur Bildung einer neuen Regierung kommissarisch weiterführt.

Den Auftrag zur Regierungsbildung will Fischer aber erst erteilen, wenn das für kommenden Dienstag erwartete amtliche Endergebnis vorliegt.

Gemischte Gefühle

Angesichts des äusserst knappen Ausgangs könnten die noch ausstehenden rund 400 000 so genannten Wahlkarten und Briefwahlstimmen das Ergebnis noch entscheidend beeinflussen. Die Wahlkarten erlauben es Österreichern am Wahltag praktisch überall im Land zu wählen.

In der «Elefantenrunde» nach der Wahl liess SPÖ-Chef Gusenbauer keinen Zweifel daran, dass er mit den Konservativen zusammenspannen will. Schüssel seinerseits schloss eine Dreierkoalition zwischen ÖVP, FPÖ und BZÖ aus. Auch Gusenbauer bezeichnete eine Koalition aus drei Parteien als zu «kompliziert».

In der Bevölkerung trifft eine Neuauflage von Schwarz-rot auf gemischte Gefühle: Der jahrzehntelange Pakt der beiden Volksparteien hatte das Land zunehmend gelähmt und damit erst den Aufstieg der Rechtspopulisten ermöglicht. Allerdings hatten sich in Umfragen zuletzt viele Österreicher für eine Neuauflage ausgesprochen.

(ht/sda)

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