Schulauschluss für schwierige Jugendliche
publiziert: Freitag, 13. Aug 2004 / 11:38 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Aug 2004 / 12:02 Uhr

Aarau - Der Kanton Aargau will einen Schulausschluss für schwierige Schülerinnen und Schüler im Gesetz verankern. Die härteste aller Disziplinarmassnahme soll auf höchstens zwölf Schulwochen befristet sein.

Nach dem Schulausschluss wären die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder zuständig.
Nach dem Schulausschluss wären die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder zuständig.
Die Betreuung der Jugendlichen während des Schulausschlusses liege in der Verantwortung der Eltern, teilte das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) mit. Die Eltern müssten dabei von der Schulleitung unterstützt werden. Für die Planung der rechtzeitigen Wiedereingliederung in die Schule ist die Schulleitung verantwortlich.

Neue Präventionskonzepte

Auch der Prävention soll bei der Teilrevision des Schulgesetzes eine stärkere Bedeutung zukommen. Das BKS sieht dafür stufenübergreifende Präventionskonzepte vor, die ab Kindergarten bis Ende der Schulpflicht greifen sollen.

Diese Präventionskonzepte sollen ein fester Bestandteil einer kontinuierlich sich weiterentwickelnden Schulkultur sein. Zur Unterstützung der Schulen vor Ort will das BKS ebenso die Schulsozialarbeit gesetzlich verankern und den Schulen präventive Hilfsmittel im Umgang mit Gewalt und Disziplinarproblemen abgeben.

(fest/sda)

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