US-Iraner erklärt sich schuldig
Schuldeingestängnis im Komplott gegen Saudi-Botschafter in USA
publiziert: Mittwoch, 17. Okt 2012 / 22:41 Uhr
Arbabsiar erklärte in seinem Schuldeingeständnis, dass seine Mitverschwörer Angehörige des iranischen Militärs gewesen seien. (Symbolbild)
Arbabsiar erklärte in seinem Schuldeingeständnis, dass seine Mitverschwörer Angehörige des iranischen Militärs gewesen seien. (Symbolbild)

New York - Im mutmasslichen Mordkomplott gegen den saudiarabischen Botschafter in den USA hat sich am Mittwoch einer der beiden Hauptverdächtigen überraschend für schuldig erklärt.

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Der vor einem Jahr festgenommene US-Iraner Manssor Arbabsiar räumte vor einem Bundesgericht in New York ein, einen Anschlag auf den Botschafter geplant zu haben. Zuvor hatte Arbabsiar stets seine Unschuld beteuert. Das Strafmass soll im Januar verkündet werden, dem Angeklagten drohen bis zu 25 Jahre Haft.

Arbabsiar war Ende September 2011 am New Yorker Flughafen John F. Kennedy festgenommen und einen Monat später angeklagt worden. Die US-Justiz ermittelt ebenfalls gegen seinen mutmasslichen Komplizen Gholam Schakuri, der flüchtig ist.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, einen Bombenanschlag auf den saudiarabischen Botschafter Adel al-Dschubeir in einem beliebten Restaurant in Washington geplant zu haben. Das mutmassliche Komplott flog auf, weil Arbabsiar den Mordauftrag an ein vermeintliches Mitglied einer mexikanischen Drogenbande vergeben wollte. Der Mexikaner war jedoch als Informant für die US-Drogenfahndungsbehörde DEA tätig.

Schakuri, Mitglied der Al-Kuds-Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden, soll den Plan der Staatsanwaltschaft in New York zufolge mit dem Wissen anderer hochrangiger iranischer Vertreter gesteuert und finanziert haben.

Der Fall hatte die wegen des iranischen Atomprogramms angespannten Beziehungen zwischen Washington und Teheran weiter verschlechtert. Die Regierung in Teheran bestritt vehement, in die Affäre verwickelt zu sein. Arbabsiar erklärte in seinem Schuldeingeständnis aber, dass seine Mitverschwörer Angehörige des iranischen Militärs gewesen seien.

(knob/sda)

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