Bundesrat gut vertreten
Schuldenkrise dominiert das 42. Weltwirtschaftsforum
publiziert: Mittwoch, 25. Jan 2012 / 07:58 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 26. Jan 2012 / 09:56 Uhr
Angela Merkel hält die Eröffnungsrede am diesjährigen WEF.
Angela Merkel hält die Eröffnungsrede am diesjährigen WEF.

Davos - Unter dem Schatten von Schuldenkrise und der Angst vor einer Rezession beginnt heute in Davos das 42. Weltwirtschaftsforum (WEF). Die Eröffnungsrede hält die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die selber im Kampf gegen die Schuldenkrise und ihre Folgen alle Hände voll zu tun hat.

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Vor drei Jahren hatte Merkel als Lehre aus der Finanz- und Wirtschaftskrise einen Weltwirtschaftsrat bei den Vereinten Nationen (UNO) gefordert. Damit liessen sich weltweite Regeln für das Wirtschafts- und Finanzsystem durchsetzen. Angesichts der daraufhin einsetzenden Konjunkturerholung versandete die Idee jedoch.

Seit letzten Sommer befindet sich die Konjunktur wieder auf Talfahrt. Die Sorgenfalten bei Politikern und Wirtschaftskapitänen werden tiefer. Viele der insgesamt 280 Podiumsgespräche am WEF befassen sich mit der Schuldenkrise und den trüben Wirtschaftsaussichten.

Wegen der schlechten Wirtschaftslage ist der Andrang am WEF gross: Das diesjährige Jahrestreffen im Bündner Ferienort vom 25. bis 29. Januar weist einen Rekord von 2600 Teilnehmern aus. Darunter sind 1600 Wirtschaftsspitzenleute, 40 Staats- oder Regierungschefs, Minister aus 19 der G20-Länder und alle Finanzminister der G8-Staaten.

Sarkozy nicht am WEF

Allerdings bleibt im Gegensatz zur bedeutenden deutschen Regierungsdelegation die Beteiligung aus Frankreich blass: Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren kommt der französische Präsident Nicolas Sarkozy heuer nicht ans WEF.

Ebenso wie in Frankreich werfen auch andernorts anstehende Wahlen ihre Schatten voraus. So zeigt die US-Regierung von Präsident Barack Obama dem Anlass erneut die kalte Schulter mit Ausnahme von Finanzminister Timothy Geithner. Auch Kreml-Chef Dmitri Medwedew fehlt dieses Jahr. Unbedeutend ist ebenfalls die Beteiligung der Sorgenkinder Europas: Aus Spanien, Italien und Griechenland kommt bestenfalls die zweite Garnitur.

Fast ganzer Bundesrat dabei

Dagegen sind die internationalen Finanzinstitutionen mit IWF-Chefin Christine Lagarde und Weltbank-Chef Robert Zoellick gut vertreten. Zudem sind 18 Chefs der wichtigsten Zentralbanken in Davos, darunter der neue Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi.

Von der Schweizer Regierung kommen mit Ausnahme von Justizministerin Simonetta Sommaruga alle Bundesräte nach Davos. Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf etwa trifft eine ganze Reihe von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs sowie die IWF-Chefin Lagarde.

(bg/sda)

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