Freundschaft bekräftigt
Schulterschluss zwischen Russland und Thailands Putschführer
publiziert: Mittwoch, 8. Apr 2015 / 14:16 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Apr 2015 / 17:59 Uhr
Dmitri Medwedew war zu Besuch in Thailand.
Dmitri Medwedew war zu Besuch in Thailand.

Bangkok - Der von westlichen Demokratien geschnittene Putschführer in Thailand hat seine Freundschaft mit Russland bekräftigt.

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Der Moskauer Regierungschef Dmitri Medwedew war der erste Regierungschef von ausserhalb Asiens, der Thailand seit dem Militärputsch im Mai 2014 einen Besuch abstattete. "Freunde beweisen sich in harten Zeiten", sagte Putschführer Prayuth Chan-ocha. "Sie helfen und haben Verständnis."

Die beiden unterzeichneten unter anderem Abkommen über mehr Investitionen und russische Hilfe im Energiesektor. Auch die Handelsbeziehungen sollen intensiviert werden. Ihren bilateralen Handel wollen Thailand und Russland nach Angaben von Prayuth Chan-ocha im kommenden Jahr auf zehn Milliarden Dollar verdoppeln.

Russland will Kampfflugzeuge liefern

Russland will 2016 mindestens 80'000 Tonnen Naturkautschuk kaufen. Das ist das Vierfache der für 2015 geplanten Menge. Thailand ist der weltgrösste Exporteur von Naturkautschuk und leidet unter den weltweite Überangebot und einer sinkenden Nachfrage nach dem Rohstoff.

Im Gegenzug könnte Thailand Rüstungsgüter aus Russland importieren. Der russische Handelsminister Denis Manturow bot Thailand am Mittwoch die Lieferung von Kampfflugzeugen und anderen Rüstungsgütern an. Russland wolle aber auch Zivilflugzeuge nach Thailand verkaufen.

Man sei dabei, die Interessen Thailands an militärischen Gütern auszuloten, sagte der Minister, der ebenfalls nach Thailand gereist war. Denn "unsere Freunde im westlichen Teil der Welt ignorieren Thailand", fügte er hinzu.

USA halten sich zurück

Die USA haben ihre militärische Zusammenarbeit mit Thailand reduziert, weil das Militär vor knapp einem Jahr die gewählte Regierung stürzte. Auch andere westliche Staaten halten sich seitdem zurück.

Prayuth hatte sich nach dem Coup zum Regierungschef ernennen lassen. Wahlen soll es frühestens Anfang nächsten Jahres geben.

Seit dem Fall der demokratisch gewählten Regierung haben lediglich Staats- und Regierungschefs aus autoritär regierten Nachbarländern wie Kambodscha und Myanmar Bangkok besucht, sowie Minister aus China. China war eines der ersten Länder, das die Militärregierung nach dem Putsch anerkannte.

(bg/sda)

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