Schutzbauten hätten nicht standgehalten
publiziert: Donnerstag, 1. Jun 2006 / 16:57 Uhr

Altdorf - Auf der A2 bei Gurtnellen sind heute die Aufräumarbeiten nach dem Felssturz vom Vortag fortgesetzt worden.

Die A2 soll bis Freitagmittag wieder offen sein. (Archivbild)
Die A2 soll bis Freitagmittag wieder offen sein. (Archivbild)
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Laut Karl Egli von der Urner Kantonspolizei wurde bereits am Mittwoch damit begonnen, die riesigen Gesteinsbrocken von der Fahrbahn zu entfernen. Fachleute sind sich einig: Auch Schutzbauten hätten der Wucht der Felsen nicht standhalten können. Da diese teilweise über 100 Tonnen schwer und entsprechend gross sind, müssen sie laut Egli vor dem Transport gesprengt werden.

Die Sprengarbeiten wurden am Mittwoch bis 21.00 Uhr fortgesetzt und am Donnerstagmorgen um 06.00 Uhr wieder aufgenommen. Danach müssen laut Egli die teils massiv beschädigten Fahrbahnen geflickt werden. «Wir bleiben aber optimistisch und hoffen weiter, dass die A2 am Freitagmittag wieder offen sein wird», sagte Egli.

Bereits seit Mittwochabend wieder durchgehend befahrbar ist die Kantonsstrasse - allerdings lediglich für den Regionalverkehr. Für den Schwerverkehr gilt bis auf weiteres die Phase Rot.

Zimmergrosse Blöcke

Bei dem Felssturz auf die A2 waren am Mittwoch zwei Personen getötet worden. Mehrere zimmergrosse Blöcke und unzählige kleinere Brocken waren 700 Meter tief bei der Güetligalerie in Gurtnellen auf die Autobahn und die Kantonsstrasse gestürzt.

Bereits vor einem Jahr waren an der gleichen Stelle Felsen auf die A2 gedonnert. Laut Jann Marx, Leiter der Abteilung für Naturgefahren des Kantons Uri, wurden danach Massnahmen beschlossen, jedoch noch nicht umgesetzt.

Schutz hätte nichts gebracht

Geplant seien ein Schutzdamm und Steinschlagnetze, sagte Marx gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung». Doch auch diese Massnahmen hätten den Felssturz vom Mittwoch nicht verhindern können. Laut Marx wäre gar eine Galerie von den niederstürzenden Felsen durchschlagen worden.

Die Verkehrslage auf der Ausweichroute am San Bernardino beruhigte sich unterdessen. Vor den beiden Tunnelportalen bildeten sich nur noch drei respektive zwei Kilometer lange Staus. Vom Verkehrschaos vom Mittwoch mit 15 Kilometer langen Kolonnen blieb bloss noch die Erinnerung.

(fest/sda)

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