Schwache Wahlbeteiligung in Frankreich
publiziert: Sonntag, 17. Jun 2007 / 11:55 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 17. Jun 2007 / 18:42 Uhr

Saint-Pierre - Bei der zweiten Runde der Parlamentswahl in Frankreich zeichnet sich eine relativ schwache Wahlbeteiligung ab. Gegen 17 Uhr hätten knapp 50 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte das Innenministerium in Paris mit.

Nicolas Sarkozy hatte die Franzosen um eine grosse «Präsidenten-Mehrheit» gebeten.
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Bei der Präsidentschaftswahl vor sechs Wochen waren es um diese Zeit bereits 75 Prozent. In der Hauptstadt Paris gingen nach Angaben der Präfektur bis 16.45 Uhr gut 40,9 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen.

Dies waren nochmals weniger als zur selben Uhrzeit bei der ersten Runde eine Woche zuvor (knapp 42,3 Prozent). Auch bei den Wahlen 2002 hatten sich in der zweiten Runde zur selben Zeit mit 42,1 Prozent noch mehr Pariser in die Wahllokale begeben.

In der zweiten Runde des Urnengangs werden 467 Abgeordnete neu bestimmt, die in der ersten Runde vor einer Woche nicht die absolute Mehrheit erreicht hatten.

Nach Umfragen und Prognosen kann der konservative Staatspräsident Nicolas Sarkozy mit einer satten Zwei-Drittels-Mehrheit im Parlament für sein Regierungsbündnis aus UMP und Neuem Zentrum rechnen.

Das Wahlrecht in Frankreich begünstigt die jeweils stärkste Kraft und zwingt kleine Parteien zu Wahlbündnissen. Von den bereits vergebenen 110 Sitzen war nur einer an die oppositionellen Sozialisten gegangen. Bei der Stichwahl in den 467 verbliebenen Wahlkreisen reicht die einfache Mehrheit.

(smw/sda)

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