Schwache Wahlbeteiligung in Haiti
publiziert: Samstag, 22. Apr 2006 / 08:05 Uhr

Port-au-Prince - In der karibischen Krisenrepublik Haiti ist im zweiten Wahlgang ein neues Parlament gewählt worden.

Die MINUSTAH standen landesweit im Einsatz.
Die MINUSTAH standen landesweit im Einsatz.
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Nach offiziellen Angaben gab es vereinzelte Fälle von Gewalt, Einschüchterungen und Wahlbetrug.

Wegen gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen Parteianhängern schloss die Polizei mehrere Wahllokale in dem Karibik-Staat vorzeitig.

Ein Mann wurde erschossen, als er sich mit einem Verwandten stritt, weil dieser einen anderen Kandidaten unterstützte.

Die Wahlbeteiligung war sehr gering. Beobachter schätzten, dass lediglich 15 Prozent an die Urnen gingen. Zahlreiche potenzielle Wähler wurden zudem wieder nach Hause geschickt, weil sie angeblich zum falschen Wahllokal gekommen waren.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen

Der Chef der Übergangsregieung, Gerard Latortue, sagte, traditionell schätzten die Haitianer die Bedeutung des Parlaments gering ein. Die Wahl fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Die haitianische Polizei und die internationale Stabilisierungstruppe MINUSTAH waren landesweit im Einsatz, um die Wahl zu sichern.

Bei der ersten Runde am 7. Februar hatten nur zwei der 1200 Bewerber um die 129 Senatoren- und Deputiertenmandate genügend Stimmen für den Einzug ins Parlament erhalten. Die Ergebnisse des zweiten Wahlgangs werden erst in einigen Tagen erwartet.

Weg zur Demokratie abgeschlossen

Die Präsidentenwahl am 7. Februar hatte der frühere Staatschef René Preval gewonnen. Er soll am 21. Mai im neuen Parlament vereidigt werden.

Mit der Konstituierung des Parlaments wird der von der internationalen Staatengemeinschaft unterstützte Weg Haitis zu Demokratie und Ordnung formell abgeschlossen.

Das alte Parlament mit Ober- und Unterhaus war Anfang 2004 nach dem Sturz von Präsident Jean-Bertrand Aristide aufgelöst worden.

Die neue Führung soll das Land mit entsprechender demokratischer Legitimierung aus dem Chaos herausführen. Als nächstes stehen Kommunalwahlen an, die bereits mehrfach verschoben worden sind.

(rr/sda)

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