Schwangere sollen von Kostenbeteiligung befreit werden
publiziert: Mittwoch, 20. Sep 2006 / 12:41 Uhr

Flims - Frauen sollen in der Krankenversicherung auch dann von der Kostenbeteiligung befreit sein, wenn während der Schwangerschaft Komplikationen auftreten. Stillschweigend hat der Ständerat am Mittwoch eine Nationalratsmotion überwiesen.

Zurzeit werden Frauen für unverschuldete Komplikationen «bestraft».
Zurzeit werden Frauen für unverschuldete Komplikationen «bestraft».
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Laut KVG erheben die Versicherer auf den Leistungen bei Mutterschaft keine Kostenbeteiligung. Nach der engen Rechtsprechung des Versicherungsgerichts (EVG) gilt dies aber nur bei einer normalen Schwangerschaft und Geburt - nicht aber dann, wenn es während der Schwangerschaft oder bei der Geburt Komplikationen gibt.

Damit würden Frauen für unverschuldete Komplikationen «bestraft», hiess es in der Begründung der Motion. Sie müssten sich beispielsweise an den Kosten beteiligen, wenn wegen des Risikos einer Frühgeburt eine Hospitalisation oder Behandlung nötig sei. Dasselbe gelte für eine Fehlgeburt bis zum 7. Monat der Schwangerschaft.

Nach Ansicht des EVG muss das Gesetz geändert werden, wenn die Kostenbefreiung auf Schwangerschaften und Geburten mit Komplikationen ausgedehnt werden soll. Um die grosse Rechtsunsicherheit und die unterschiedliche Praxis der Kassen zu beenden, erklärte sich der Bundesrat dazu bereit.

(bert/sda)

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